06:20 20 November 2018
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    Russisches Atom-U-Boot des Projekts Borej (Archivbild)

    „Unser fähigster Gegner“: US-General zu russischer U-Flotte

    © Sputnik / Sewmasch
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    In einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN hat der Kommandeur der US-Navy in Europa und Afrika James Foggo über russische U-Boote gesprochen und erklärt, wie sie von den Nato-Mitgliedern wahrgenommen werden.

    Foggo betont, dass die neue U-Boot-Generation in Russland sehr fähig und gefährlich sei. Dazu zähle die Borei-Klasse: praktisch geräuschlose, atomgetriebene Schiffe, die ballistische Raketen starten könnten. Sie sei ein Hauptmittel der russischen nuklearen Abschreckung.

    „Die Russen haben weiterhin in die Erforschung, Entwicklung und Produktion sehr fähiger U-Boote investiert. Sie sind unser fähigster Gegner“, zitiert CNN den Navy-Kommandeur.

    Darüber hinaus modernisiere Russland viele ältere U-Boote, unter anderem die dieselelektrischen U-Boote der Kilo-Klasse. Diese könnten nun länger unter Wasser bleiben und vier Marschflugkörper tragen, merkt Foggo an.

    „Sie tragen die Kalibr-Rakete, ein sehr fähiges Waffensystem. Und von allen Orten, von denen aus die Russen operieren, können sie jede Hauptstadt in Europa anvisieren“, führt CNN seine Worte an.

    Laut Foggo ist eine verstärkte Präsenz der russischen Flotte im Nordatlantik sowie in der Arktis zu bemerken. Deswegen würden die USA ihre Militäranlagen in Island modernisieren, um Russlands U-Flotte von der Luft aus zu überwachen.

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    „Sie (russische U-Boote – Anm. d. Red.) sind in viel größerer Anzahl und an Orten im Einsatz, an denen sie vorher noch nicht operiert haben“, erläuterte der Admiral.

    In dieser Hinsicht erwähnte Foggo die seit Donnerstag in Norwegen stattfindenden Nato-Militärübungen Trident Juncture und betonte, sie seien keine Bedrohung für Russland. Denn die Nato-Truppen und russischen Streitkräfte seien mehr als 700 Kilometer voneinander entfernt.

    Dem fügte er hinzu, dass die Nato zur Überwachung des Manövers russische und weißrussische Beobachter eingeladen habe.

    „Ich möchte, dass sie da sind, weil es die Stärke der Allianz vermittelt“, so Foggo gegenüber CNN.

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    Im Rahmen des Manövers sollen Luft-, Boden und Marineeinsätze einschließlich U-Jagd geübt werden.

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    U-Boot, Kalibr-Rakete, Borej (U-Boot), Manöver Trident Juncture, CNN, James Foggo, Europa, Norwegen, Nordatlantik, Island, Arktis, USA, Russland