23:13 12 November 2018
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    Am Ort des Unfalls mit dem Flugzeugträger Admiral Kusnezow

    Riesenloch geschlagen: Russlands einziger Flugzeugträger bei Unfall beschädigt

    © REUTERS / Stringer
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    Laut Pressemitteilung des Schiffsreparaturwerkes „Swjosdotschka“ ist der russische Flugzeugträger „Admiral Kuznezow“, der sich im Rahmen eines Modernisierungsprogramms seit September in Murmansk befindet, bei Reparaturarbeiten beschädigt worden.

    Nach einer Panne im Schwimmdock hatte es zunächst  geheißen, das Kriegsschiff habe keinen Schaden genommen.

    Nach Angaben der Murmansker Agentur „SeverPost“ stellte sich nun heraus, dass bei dem Vorfall zwei Turmdrehkrane umgestürzt sind, einer davon auf das Deck des zu reparierenden Schiffes.

    Infolgedessen wurde das Schiff in eine Schiffsreparaturanlage in der Nähe von Murmansk gebracht.

    „Der herabstürzende Kran beschädigte nur den Teil des Decks des Flugzeugträgers ‚Admiral Kuznezow‘, an dem Reparaturarbeiten durchgeführt wurden“, sagte der Pressesprecher des Schiffsreparaturwerkes „Swjosdotschka“, Jewgeni Gladyschew.

    Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ vor Syriens Küste
    © Foto : Ministry of defence of the Russian Federation

    „An dieser Stelle war das Deck geöffnet, so dass die Ausrüstung im Inneren und nicht das Deck am meisten Schaden genommen hat“, erklärte Gladyschew.
    Der Kran habe  „ein Loch von 4 bis 5 Metern“ gerissen, jedoch werde die Reparatur „leicht und schnell“ vonstattengehen, so der Chef des größten staatlichen russischen Schiffbaukonzerns  „USC“, Alexej Rachmanow.

    „Es ist offensichtlich, dass durch einen umstürzenden 70-Tonnen-Kran ein solcher Schaden entstehen kann. Alle diese Schäden halten wir für unbedeutend. Sie werden nach der Reparatur behoben sein“, erklärte er.

    „Es geht um die Reparatur von Metallkonstruktionen. Das gehört zur Standardreparaturarbeit unserer Schweißer, die etwa anderthalb Wochen dauern und nur geringfügige Kosten in Anspruch nehmen wird“, so Rachmanow.

    Auch der Pressesprecher des staatlichen russischen Schiffbaukonzerns  „USC“, Ilja Schitomirski, versicherte, der entstandene Schaden im Schwimmdock werde die Modernisierungsfrist und den Zeitpunkt der Auslieferung des Flugzeugträgers „Admiral Kuznezow“ nicht beeinflussen.

    „Die russische Marine werde das Schiff wie geplant im Jahr 2021 erhalten“, so Schitomirski.

    In der Nacht zum Dienstag war es in Murmansk zu einem Stromausfall im Schwimmdock vom Typ PD-50 gekommen, wodurch sich seine Wassertanks füllten und das Dock unter Wasser ging. Als Folge stürzte zwei Turmdrehkrane um, einer davon mit einer Masse von 70 Tonnen auf das Schiffsdeck des Flugzeugträgers „Admiral Kuznezow“.

    Nach Behördenangaben bleiben zwei Opfer in Krankenhäusern, zwei weitere  Opfer hätten ambulante Hilfe erhalten, eine Person werde vermisst. Außerdem werde in diesen Fall, wegen Missachtung der Sicherheitsregeln, bereits ermittelt.

    Die „Admiral Kusnezow“, benannt nach dem sowjetischen Admiral Nikolai Gerassimowitsch Kusnezow (1904–1974), hatte im Zeitraum von November 2016 bis Februar 2017 im Mittelmeer am Syrien-Einsatz Russlands teilgenommen. Gegenwärtig wird das Schiff modernisiert und soll 2020/2021 wieder in See stechen, um voraussichtlich weitere 20 Jahre im Betrieb zu bleiben, bis die russische Flotte neue Flugzeugträger bekommt.

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    Russland, Flugzeugträger, Unfall, Marine, Flugzeugträger Admiral Kusnezow, Russische Marine, Alexej Rachmanow, Russland