08:10 16 November 2018
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    Eine Tu-22 bei Bombenabwurf über Syrien (Symbolbild)

    „Bohrer“-Geheimnis gelüftet: Was kann modernste russische Bombe?

    © Sputnik / Verteidigungsministerium Russlands
    Technik
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    Der Generaldirektor des Rüstungskonzerns Techmasch, Wladimir Lepin, hat gegenüber dem TV-Sender Swesda die einzigartigen Möglichkeiten der neuen russischen Bombe „Drel“ (dt.: Bohrer) offengelegt.

    Lepin zufolge löst die russische Gleitbombe vor allem wegen ihrer originellen Konstruktion hohes Interesse aus.

    „Ihre erste Besonderheit besteht darin, dass die Bombe ohne Anflug in die aktive Flugabwehr gleiten kann. Sie verfügt über gelenkte Elemente, die am Streckenende ihrer Bewegung korrigiert werden, um somit die Vernichtung der vorgewählten Ziele zu gewährleisten“, erläuterte er.

    Eine weitere Eigenschaft der neuen Bombe kommentierte Lepin wie folgt: „(…) Die Munitionseinheit kann das Ziel auch nicht treffen (…). Falls sich keine Sprengung des konkreten Ziels ereignet, gibt es dort ein System, das die Selbstzerstörung vorsieht; die Munitionseinheit explodiert einfach zu einer bestimmten Zeit.“

    Tatsächlich hatte der russische Konzern „Techmasch“ diese Entwicklung bereits im Jahr 2015 auf der internationalen Luftfahrtausstellung MAKS präsentiert. Unter dem Namen „Drel“ wurde sie zum ersten Mal beim militärtechnischen Forum „Armee 2016“ vorgestellt.

    Die mehr als 500 Kilogramm schwere Kassettenbombe „Drel“ kann feindliche Ziele in großer Entfernung zerstören, ohne in die Reichweite der feindlichen Abwehr kommen zu müssen. Sie hat kein Triebwerk, kann jedoch nach dem Abwurf bis zu 30 Kilometer im Gleitflug zurücklegen.

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    Tags:
    Bombe, Gleitbombe Drel, Techmasch, Wladimir Lepin, Russland