00:02 13 November 2018
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    Torpedoschuss (Symbolbild)

    Russische U-Boote mit neuesten Torpedos bewaffnet

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    Die russische U-Boot-Flotte hat die ersten 20 der neuen zielsuchenden Torpedos „Fisik-1 (dt. Physiker) bekommen. Das berichtet der TV-Sender „Swesda“ am Mittwoch.

    Demnach sollen die Unterwassergeschosse, die eine Reichweite von bis zu 50 Kilometern haben, in die Marinestützpunkte geschickt worden sein, die sich in den Städten Seweromorsk (Gebiet Murmansk), Baltijsk (Gebiet Kaliningrad), Sewastopol (Halbinsel Krim) sowie Fokino in der Region Primorje befinden.

    Im Jahr 2015 war berichtet worden, dass die russischen Seestreitkräfte den neuen „Fisik“-Torpedo in ihre Bewaffnung aufgenommen hätten. Zudem hieß es, dass der Betrieb „Dagdiesel“ in der südrussischen Stadt Kaspijsk mit der Serienfertigung begonnen habe. Mit den neuen Torpedos seien vorrangig die Atom-U-Boote der Projekte Borej und Jassen ausgerüstet worden. 

    Mit der Entwicklung eines universellen zielsuchenden Tiefwassertorpedos war 1986 in Leningrad (heute Sankt-Petersburg) begonnen worden. Er ist mit einem 300 Kilogramm schweren Gefechtskopf sowie einem akustischen Zielsuchsystem ausgerüstet. Es ist auch eine Fernsteuerung vom U-Boot aus möglich. Die Länge des Torpedos beträgt 7,2 Meter, sein Gewicht — 2200 Kilogramm.         

    Laut den Medienberichten von 2016 haben die russischen Rüstungsbetriebe mit der Entwicklung eines Torpedos der fünften Generation, genannt „Futljar“ (dt. Futteral), begonnen. Seine Reichweite betrage 50 Kilometer, die Geschwindigkeit erreiche rund 60 Knoten (93 Stundenkilometer). Dabei könne dieser Torpedo aus einer Tiefe von 400 Metern abgefeuert werden.  

    Die staatlichen Tests des „Futljar“-Torpedos hätten im Issyk-Kul-See in Kirgistan stattgefunden. Die Serienfertigung sei für 2017 geplant worden.

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    Tags:
    U-Boot, Unterwassergeschoss, Tiefwassertorpedo, Russland