22:54 19 November 2018
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    NATO-Übungen Saber Strike 2018 in Skrunda (Archiv)

    Im Fall von Krieg mit Russland: Nato-General lüftet Anfälligkeit der Allianz

    CC BY-SA 2.0 / Saeima / Ernests Dinka, Saeima
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    Im Fall eines Militärkonflikts mit Russland wird die Nato mit schweren logistischen Problemen rechnen müssen. Dies schreibt das Portal Defense News unter Berufung auf Generalleutnant Jan Broeks, Generaldirektor des Internationalen Militärstabs der Nato.

    Broeks zufolge bewegen sich die europäischen Länder nicht schnell genug, um die bestehenden logistischen Probleme zu lösen und die Mobilität des Militärs auf dem Kontinent zu erhöhen.

    „Aus militärischer Sicht würde ich natürlich sagen, dass es nicht schnell genug geht. (…) Natürlich gibt es immer dieses Element, wie schnell man die Finanzierung erhalten, Brigaden bilden und Straßen bauen kann“, zitiert Defense News den Generalleutnant.

    Seit 2014 gehe die Nato die Herausforderungen an, die mit dem Verlegen von Truppen und Technik aus Westeuropa nach einer potentiellen Ostfront verbunden seien. Die Nato-Beamten seien sich seit einiger Zeit bewusst, dass dies viel Arbeit und Finanzierung erfordere, schreibt das Portal, und Broeks unterstreiche den Umfang dieser Aufgaben.

    Erstens müsse die Allianz die logistischen Fragen lösen: Straßen finden, die das Gewicht der Militärtechnik tragen könnten, die Kapazität der Schlüsselhäfen erhöhen und alte Gleise reparieren.

    Nato-Manöver Saber Strike in Estland, 2016
    © Sputnik / Сергей Степанов
    Die zweite Herausforderung sei juristisch und besteht darin, Genehmigungen von einigen Ländern sicherzustellen, die das Eindringen ausländischer Truppen in ihren Luftraum und das Überqueren der Grenzen erlauben würde.

    Generalleutnant Esa Pulkkinen, Generaldirektor des EU-Militärstabs, sagte, die juristischen Probleme seien leichter zu lösen.

    „In diesen Bereichen kann man schneller vorgehen. Einige der Angelegenheiten liegen in den Händen der EU, andere in den Händen der Mitgliedstaaten“, so Pulkkinen laut Defense News.

    Zuvor hatte der Kapitän der US-Marine Jerry Hendrix gegenüber Defense News die Unfähigkeit der USA im Bereich militärische Mobilität erörtert.

    „Wir sind nicht in der Lage, mit Großmächten zu konkurrieren, wenn wir nicht über die notwendigen Kräfte — Züge und Versorgungsschiffe, die für Operationen dieses Ausmaßes nötig sind, verfügen“, so Hendrix.

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    Tags:
    Mobilität, Logistik, Verlegung, Militärtechnik, NATO, Jan Broeks, Osteuropa, Europa, Russland