19:16 20 November 2018
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    Radaranlage (Symbolbild)

    China zeigt weltweit erstes Quanten-Radar — FOTO

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    Technik
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    Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Zhuhai hat das chinesische Staatsunternehmen China Electronics Technology Group Corporation (CETC) ein Modell des Quanten-Radars aus eigener Produktion präsentiert. Das berichtet das Militärportal „Russkoje Oruschije“ (dt. „Russische Waffen“) am Mittwoch.

    Die entsprechenden Arbeiten würden seit langem von dem 14. wissenschaftlichen Forschungsinstitut durchgeführt, so die Vertreter von CETC gegenüber dem US-Fachmagazin „Aviation Week“. Der Prototyp des Quanten-Radars sei erstmals im Jahr 2015 getestet worden. Das Radar sei in der Lage, mühelos unauffällige Ziele zu orten. Zudem werde es in Bezug auf die Systeme für elektronische Kampfführung abwehrfähig sein.    

    ​Kurz gesagt, das Quanten-Radar funktioniere so:  Der Lichtstrahl werde halbiert, ein Teil der Photonen werde in die Welt hinausgeschossen, damit sie nach Zielen suchen, der andere Teil bleibe im Gerät als ein Richtmaß. Das vom Ziel reflektierte Photon komme ins Radar zurück, verbinde sich mit seinem Paar und werde dann durch ein Datenverarbeitungssystem bewertet.            

    Alle anderen elektromagnetischen Teilchen, die in den Empfänger geraten sind, unter anderem auch das Tageslicht, die vom Gegner erzeugten Störungen, falsche Ziele usw., hätten kein als Richtmaß geltendes Paar und würden daher abgestoßen. Neben der Störstabilität, die das Quanten-Radar aufweise, ermögliche es auch, nicht bloß den Zielzacken, sondern dessen Gestalt zu sehen. Dadurch könne das Objekt klassifiziert und das beste Mittel für dessen Abfangen gewählt werden.  

    In Russland werde ebenfalls an der Entwicklung von Quanten-Radaren gearbeitet und zwar an dem Wissenschaftlichen Forschungsinstitut für Funkfernortung.

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    Tags:
    Quanten-Radar, elektronische Kampfführung, China