03:47 26 April 2019
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    Neue russische Panzerhaubitze erstmals öffentlich gezeigt

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    Das Zentrale Wissenschaftliche Forschungsinstitut für Präzisionsmaschinenbau (TSNIITOCHMASH), das zum russischen Rüstungskonzern „Rostech“ gehört, hat in dem auf seiner offiziellen Webseite veröffentlichten Kalender erstmals die neue, für die Luftlandetruppen bestimmte Panzerhaubitze „Lotos“ gezeigt.

    „An die Entwicklung einer beliebigen Technik, insbesondere der Artillerietechnik, sollte man stets mit Inspiration herangehen. Hinter den strengen Anforderungen der technischen Spezifikation sollte immer etwas mehr stehen. Jeder Entwickler und Konstrukteur stellt sich die Gestalt seines Produkts im Voraus vor. Eine Art Inspiration ist für uns die Lotosblume geworden. Trotz äußerer Zerbrechlichkeit wächst sie unter den härtesten Bedingungen. Es ist eine perfekte Kombination aus Schönheit, Anmut und Unerschütterlichkeit“, so wird der Hauptentwickler von „Lotos“, der Ingenieur Dmitri Melichow, im Kalender zitiert.

    Lotos, die neue Panzerhaubitze der russischen Luftlandetruppen, in einem Kalender abgebildet
    Lotos, die neue Panzerhaubitze der russischen Luftlandetruppen, in einem Kalender abgebildet

    Ihm zufolge weist die schwimmende und aus der Luft absetzbare Landehaubitze SAO „Lotos“ nicht nur beste ballistische Eigenschaften und hohe Munitionseffizienz auf. Darüber hinaus sei sie nach dem Prinzip des „Goldenen Schnitts“ konstruiert worden, und trotz all ihrer Stärke erfreue jede ihre Facette das Auge, so Melichow.        

    Die Arbeiten an der Entwicklung von „Lotos“ seien zugunsten einer weiteren Verbesserung der Feuer- und Manövrierfähigkeit der Luftlandetruppen geführt worden, präzisierte die Pressestelle des Instituts.   

     „Derzeit wird ein Prototyp der Panzerhaubitze SAO ˏLotosˊ in den Produktionsstätten der AG TSNIITOCHMASH montiert und getestet. Bei seiner Entwicklung wurde eine Reihe von außergewöhnlichen Konstruktionslösungen realisiert, die es ermöglichten, die Ergonomie, die Überlebensfähigkeit sowie die Kampf- und Fahreigenschaften der Maschine zu erhöhen“, heißt es weiter im Kommentar. Zudem sei „Lotos“ erstmals in der Praxis des einheimischen Maschinenbaus nach dem Prinzip des „Goldenen Schnitts“ gebaut worden, so dass die Maschine nicht nur optimale Masse- und Abmessungscharakteristika aufweise, sondern auch eine anmutige Silhouette erhalten habe.

    Die Pressestelle verzichtete jedoch auf die Offenlegung der konkreten Kampffähigkeiten von „Lotos“. Dabei wies sie darauf hin, dass „die Angaben zu den taktischen und technischen Eigenschaften des neuesten Waffenmodells vor Beginn der Tests geheim sind“.

    Der Generaldirektor des Forschungsinstituts für Präzisionsmaschinenbau (TSNIITOCHMASH), Albert Bakow, sagte im Oktober gegenüber Sputnik, sein Institut habe mit der Entwicklung des Prototyps der Panzerhaubitze „Lotos“ begonnen, die künftig die 120-mm-Panzerhaubitze „Nona-S“ ersetzen solle.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Entwicklung dieser Waffen steht kurz vor ihrem Abschluss – Russischer Befehlshaber

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    Panzerhaubitzen, Waffen, Das Zentrale Wissenschaftliche Forschungsinstitut für Präzisionsmaschinenbau (TSNIITOCHMASH), Russland