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22:33 17 August 2019
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    Kalibr-Rakete-Start während der Übungen der Kaspischen Flottille (Archiv)

    US-Blatt erklärt, warum „Kalibr“-Raketen für US-Städte so gefährlich sind

    © Sputnik / Denis Abramow
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    Das US-Magazin „National Interest“ hat in einem Artikel erklärt, warum sich das Militär der Vereinigten Staaten Sorgen um Russlands Kalibr-Raketen macht.

    Erstens würden  die Kalibr-Raketen sehr tief fliegen, fast über das Wasser gleitend, heißt es im NI-Artikel „Russlands neuer Lenkkörper kann US-Städte (und viel mehr) bedrohen“. Dadurch würden sie Radaren des Feindes ausweichen und ihrem Ziel fast keine Zeit geben, um sich zu wehren.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Warum die US-Marine russische U-Boote fürchtet<<<

    Zweitens seien die Raketen universell – man könne sogar Kleinschiffe, beispielweise Korvetten, mit ihnen ausrüsten.

    Im Jahr 2015 analysierte der US-Marinenachrichtendienst die Eigenschaften der Kalibr-Raketen und machte darauf aufmerksam, dass ihre Reichweite das Gebiet zwischen Frankreich, dem Iran und Kasachstan umfassen könnte.

    „Die Effektivität eines Kriegsschiffes wird nicht allein von Raketen bestimmt – sie erfordert Bestandteile wie Sensoren sowie Befehls- und Kontrollsysteme. Nichtdestotrotz, wenn eine Kalibr-Rakete sogar ein kleines russisches Schiff zu einem Schiffskiller oder einer Plattform für Bodenangriffe machen kann, ist dies eine mächtige Fähigkeit“, resümiert der Artikel.

    Die „Kalibr“ wurden ursprünglich für die Bewaffnung der neusten Mehrzweck-Atom-U-Boote der Klasse „Jassen“ entwickelt. Dann begann man, sowohl U-Boote des Projekts 636, zu dem auch die „Weliki Nowgorod“ zählt, als auch Überwasserschiffe damit auszurüsten.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: In sechs Jahren: Um so viel stieg Zahl von Marschflugkörpern in Russland<<<

    Die Reichweite der „Kalibr“ beträgt 2500 Kilometer. Erstmalig wurden sie am 7. Oktober 2015 gegen Terrorkämpfer in Syrien eingesetzt. Damals hatten das Raketenschiff des Projekts 11661K „Dagestan“ und Kleinraketenschiffe des Projekts 2163 „Grad Swijaschsk“, Weliki Ustjug“ und „Uglitsch“ 26 Marschflugkörper vom Kaspischen Meer aus abgefeuert.

    Die russische Führung hatte in der Vergangenheit wiederholt betont, dass die Militärdoktrin des Landes defensiv sei und keine Bedrohung für andere Staaten darstelle.

    So hatte auch der russische Präsident Wladimir Putin etwa im Oktober 2018 betont, dass die russische Atomwaffen-Konzeption keinen Präventivschlag vorsehe, sondern nur einen Gegenschlag im Falle eines Angriffes auf Russland.

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    Tags:
    Kalibr-Rakete, The National Interest“ (NI), USA, Russland