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    Rakete „Angara“

    Gefährlicher Defekt bei superschwerer Trägerrakete „Angara“ aufgedeckt

    © Sputnik / Sergej Mamontow
    Technik
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    Russlands Triebwerksproduzent Energomasch hat ein ernsthaftes Problem mit den Antrieben der Trägerrakete Angara gemeldet, das beim Start die Zerstörung der Rakete verursachen kann.

    Die Maßnahmen zur Beseitigung dieses Mangels seien nicht immer effektiv, hieß es im Bericht der Staatsholding, der bei einer Fachkonferenz in Moskau präsentiert wurde.

    Mittlerweile hat Energomasch die Worte seiner Mitarbeiter dementiert. Mehr dazu lesen Sie hier.

    Das Problem bestehe in den niederfrequenten Schwingungen, die bei einer Schubkraft von weniger als 38 Prozent Resonanz auslösen, was als Folge die Trägerrakete zerstören könne. Um diese Konstruktionsbesonderheit zu beseitigen, wurde ein spezielles Ventil installiert.

    „Diese Maßnahme ermöglicht es, die Amplitude der Schwingungen deutlich zu verringern“, hieß es. Doch die Effizienz dieser Methode unterscheide sich bei verschiedenen Antrieben, sodass das Problem immer noch aktuell bleibe. 

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    Die Serienproduktion der neuen Trägerraketen Angara soll 2024 starten. Diese Rakete ist umweltfreundlich, da ihr Triebwerk Kerosin und flüssigen Sauerstoff statt des sehr toxischen 1,1-Dimethylhydrazins verbrennt. Angara-Raketen sind modular aufgebaut und haben verschiedene Klassen mit der Tragkraft von 3,8 bis 37 Tonnen. Sie werden für die Starts vom Kosmodrom Plessezk und in der Zukunft vom Weltraumbahnhof Wostotschny bestimmt.

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    Tags:
    Schwingungen, Problem, Defekt, Triebwerk, Zerstörung, Trägerrakete "Angara", Energomasch, Russland