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    Russland wird „Sojus“-Rakete für Mondflüge ohne Nasa-Geld bauen

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    Laut dem Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin hat die Nasa das russische Raumfahrtunternehmen darum gebeten, eine neue Version der bemannten Rakete „Sojus“ als Ersatz-Transportsystem für Mondflüge zu erbauen.

    Eine hochrangige Quelle in der Raumfahrtindustrie meldete gegenüber Sputnik, dass Russland diese Modifikation der „Sojus“ auf eigene Kosten entwickeln und bauen werde.

    „Die Nasa wird nicht zahlen. Wir planen, die ganze Arbeit auf eigene Kosten zu vollbringen“, so die Quelle.

    Damit Sojus-Raumschiffe zum Mond fliegen können, müssen ein neuer Booster und thermischer Schutz entwickelt werden. Dieser soll dem Raumschiff ermöglichen, mit der zweiten kosmischen Geschwindigkeit (11,2 Kilometer pro Sekunde) in die Erdatmosphäre einzutauchen und sicher zu landen.

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    Außerdem benötigt eine Mondversion von „Sojus“ auch neue Stromversorgungs-, Lebenserhaltungs- und Kommunikationssysteme.

    Laut Unterlagen des Raumfahrtkonzerns „Energija“, die Sputnik zur Verfügung stehen, ist darüber hinaus der Einbau von Sternsensoren, Handsteuergeräten, Verdampfungssystemen, zusätzlichen Motoren und Sauerstoffflaschen erforderlich.

    Der Ex-Chef von „Energija“, Wladimir Solnzew, sagte im Jahr 2017, dass mehrere Menschen ihr Interesse an Mondflügen bekundet hätten und bereit seien, 120 Millionen Dollar für ein Ticket zu zahlen. Nach seinen Einschätzungen würde so ein Flug in den Jahren 2021-2022 möglich sein. Die Modernisierung des Sojus-Raumschiffes für Mondflüge würde demnach etwa 500 Millionen Dollar erfordern.

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    Tags:
    Mondflug, Sojus-Raumschiffe, RKK Energija, NASA, Roskosmos, Dmitri Rogosin, Russland