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13:19 17 Juli 2019
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    Präsentation der Rakete vom Typ 9M729 im Messezentrum Patriot

    Diese Rakete verletzt aus US-Sicht den INF-Vertrag – FOTO

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
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    Am Mittwoch hat das russische Verteidigungsministerium erstmalig ausländischen Militärattachés die Rakete gezeigt, die Russland den Vorwurf eingebracht hat, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen.

    Es handelt sich um die 9M729 – eine modernisierte Version der 9M728-Rakete für den operativ-taktischen Raketenkomplex „Iskander-M“. Dieser Flugkörper verfügt über eine verbesserte Schlagkraft und neue Bordelektronik, die eine höhere Treffsicherheit ermöglicht.

    Die Militärattachés der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschland sowie Vertreter der Nato und der EU erhielten Einladungen zur Präsentation, wohnten der Veranstaltung allerdings nicht bei, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.

    ​Während der Raketenpräsentation enthüllte das Ministerium technische Details zu der Waffe, welche in den USA große Besorgnis erregt haben. Washington behauptet, Moskau habe die 9M729 in Reichweiten getestet, die gegen den Vertrag verstoßen.

    Wie ihre Vorgängerin, die 9M728, hat die  Rakete eine Mindestreichweite von 50 Kilometern, aber ihre maximale Reichweite wurde um zehn Kilometer verringert und liegt damit bei 480 Kilometern, was nicht gegen den INF-Vertrag verstößt.

    >>>Mehr zum Thema: 9M729-Rakete doch unterhalb verbotener Reichweite? Moskau sieht USA in Erklärungsnot<<<

    Wie das Verteidigungsministerium bereits erklärt hatte, führte die Änderung der Sprengkopf-Anzahl und die Einführung von zusätzlicher Apparatur zu einer Verlängerung der Rakete auf 53 Zentimeter.

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    Tags:
    INF, Rakete 9M729, Twitter, Iskander-M, Russland