22:10 03 Juni 2020
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    Gut ein Jahr nach der Panne auf hoher See bestätigt der russische Technologiekonzern Rostec, dass mehrere Abwehrraketen des Typs S-400, die beim Transport nach China Schaden genommen hatten, entsorgt werden mussten. China, das bereits seit fünf Jahren auf die russischen Abwehrsysteme wartet, soll Ersatz bekommen.

    Die beschädigte Lieferung sei vernichtet worden, man baue neue S-400-Systeme für China, teilte Rostec-Chef Sergej Tschemesow am Montag auf der Waffenmesse IDEX 2019 in Abu Dhabi mit. Rostec führt mehrere russische Rüstungsunternehmen und auch zivile Maschinenbauer unter seinem Dach.

    IDEX-Ausstellung in Abu Dhabi
    © REUTERS / Christopher Pike

    „Der Vertrag wurde vor langer Zeit unterzeichnet und wir müssten eigentlich schon alles geliefert haben. Doch das Schiff, das diese Raketen transportierte, geriet in einen Sturm“, sagte Tschemesow. „Wegen der Panne mussten wir all diese Raketen vernichten und bauen jetzt neue.“

    China hatte bereits 2014 S-400-Systeme bestellt. Laut Medien hat der Deal ein Volumen von drei Milliarden US-Dollar. Im Januar vergangenen Jahres wurde bekannt, dass S-400-Systeme beim Seetransport durch den Ärmelkanal beschädigt wurden und zurück nach Russland gebracht werden mussten.

    China testet S-400 >>

    Das Langstrecken-Flugabwehrraketensystem S-400 Triumph (Nato-Code SA-21 Growler) ist für die Bekämpfung von Stör-, AWACS- und Aufklärungs-Flugzeugen, von Flugzeugen strategischer Fernfliegerkräfte, von operativ-taktischen ballistischen Raketen, von ballistischen Raketen mittlerer Reichweite, von Hyperschall-Zielen und anderen modernen offensiven Flugmitteln bestimmt.

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    Tags:
    S-400, Russland, China