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06:49 23 September 2019
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    Nordflotte-Flagge (Symbolbild)

    „Muskel der Marine“: US-Magazin zur Modernisierung der russischen U-Boot-Flotte

    © Sputnik / Ramil Sitdikow
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    Die russische Nordflotte verstärkt schrittweise ihr Potenzial durch Modernisierung ihrer U-Boote. Das US-Magazin „National Interest“ publizierte eine Übersicht der „ernsthaft gefährlichen“ Unterseeboote, die künftig in den Dienst der russischen Marine genommen werden.

    Im Artikel „Muskel der Marine: Russlands Nordflotte bekommt wirklich gefährliche U-Boote“ wirft der Autor, Mark Episkopos, einen Blick auf die Erklärung des russischen Nordflotte-Chefs Nikolai Jewmenow.

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    Letzte Woche hatte Jewmenow gegenüber russischen Medien mitgeteilt, dass die Nordflotte im Jahr 2019 Lieferungen von neuen logistischen Schiffen sowie U-Booten erwarte. Darunter die Unterseeboote „Knjas Wladimir“ der „Borei“-Klasse und die „Kasan“ der „Jassen“-Klasse.

    Das 2012 auf Kiel gelegte „Knjas Wladimir“ ist das erste U-Boot des Projekts „955A“ – einer neuen Generation der Borei-Klasse.

    „Die ‚955A‘-Generation bietet gegenüber den Vorgängern zahlreiche Verbesserungen: Upgrades bei der Zielerfassung, neue Bordelektronik, aktualisierte Kommunikationssysteme und neu gestaltete Wohnräume“, erläutert Episkopos.

    Insbesondere staunt er über die interkontinentalen ballistischen Feststoffraketen „Bulawa“, mit denen die „Knjas Wladimir“ ausgestattet ist. Mit einem 550-Kilotonnen-Sprengkopf und einer Reichweite von 10.000 Kilometern könnte die „Bulawa“ zum Eckpfeiler der seegestützten ballistischen Abschreckung Russlands werden, so Episkopos.

    An der „taktischen Front“ werde das U-Boot „Kasan“ eine wichtige Rolle spielen. Der Autor behauptet, dass seine Inbetriebnahme einen „ernsthaften ersten Schritt in der Wiederbelebung der Jahrzehnte alten U-Boote der Nordflotte darstellt“.

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    Dieses U-Boot habe im Vergleich zu den Vorgängern der „Akula“- und „Antei“-Klassen einen mächtigeren Waffenkomplex, der nicht nur die konventionellen „Kalibr“-Raketen beinhalte, sondern auch den größeren Flugkörper „Kalibr-M“ mit einer Reichweite von 4500 Kilometern.

    „Da die Arktis im globalen Wettbewerb zwischen Russland und der Nato zunehmend militarisiert wird, ist es nicht überraschend, dass Russland aktiv in die Nordflotte investiert“, folgert der Autor.

    In dieser Situation sieht Episkopos zwei Entwicklungsmöglichkeiten für die russische Nordflotte. Der erste Weg sieht eine „Sättigung“ der Flotte mit modernen U-Booten auf Kosten der Verringerung ihrer Gesamtanzahl. Im Rahmen des zweiten Wegs würden die bereits bestehenden Submarinen eine tiefgreifende Modernisierung erhalten, wie es die Pazifikflotte mit U-Booten der „Kilo“-Klasse bereits getan habe.

    Episkopos schließt jedoch nicht aus, dass sich Russland bei der Entwicklung für eine Misch-Option entscheiden werde – zum Beispiel, neue Atom-U-Boote en masse herzustellen und zugleich die Betriebsdauer der alten Schiffen so weit wie möglich zu verlängern.

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    Tags:
    Atom-U-Boot, U-Boot, Knjas Wladimir, Kasan (U-Boot), Bulawa-Rakete, Kalibr-Rakete, The National Interest, Nordflotte Russlands, Arktis, Russland