17:02 20 Juni 2019
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    Das russische Atom-U-Boot Juri Dolgoruki (Archivbild)

    Reportage über das tödlichste U-Boot Russlands: “Die Jagd auf uns wird nie enden”

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    Andrej Stanawow
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    Die neuen U-Boote des Projekts 955 Borej sollen in den kommenden Jahren das wichtigste Element der Seestreitkräfte bei den Nuklearkräften Russlands werden. Jedes U-Boot ist mit 16 ballistischen Bulawa-Raketen bewaffnet, die jede Sekunde zum Angriff bereit sind. Oft aber wird auch ein Jäger zum Gejagten.

    Im Vorfeld des Tages der russischen U-Boot-Flotte stieg ein RIA-Novosti-Korrespondent an Bord des U-Boots “Juri Dolgoruki”, sprach mit dessen Kommandanten und klärte die Frage, warum diese Schiffe für Schlaflosigkeit bei den Nato-Admirälen sorgen.

    Langer Arm mit Bulawa

    Es war nicht einfach, das U-Boot zu erreichen. Auf dem Weg von Murmansk nach Gadschijewo, dem Hauptstützpunkt der Unterwasserkräfte der Nordflotte, gibt es drei Kontrollposten, überall wird streng kontrolliert. Trotz Vorabsprachen und begleitenden Offizieren werden alle Papiere genauestens geprüft. Das ist nicht verwunderlich – der Stützpunkt der Atomkräfte ist ein Objekt von besonderer staatlicher Wichtigkeit.

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    Die „Juri Dolgoruki” befindet sich an der Anlegestelle ganz in der Nähe ihres Vorgängers – des Kreuzers der 2. Generation „Tula” des Projekts 667BDRM Delfin.

    Die U-Boote sehen ähnlich aus, das neue unterscheidet sich durch die Form des Geländers des Turmes und des Raketen-Segments. Beim Projekt 955 wurden die Silos fast vollständig im Inneren installiert, weshalb sie nicht die für „Delfine” typische gebückte Form haben.

    Am Ende der Ankerseile sind rote Metallringe zu sehen. Das dient zum Schutz vor Ratten, die manchmal von der Küste über die Seile auf das U-Boot gelangen wollen.

    Das U-Boot verfügt über zwei Besatzungen, die sich nach jeweils etwa sechs Monaten im Rotationsverfahren ablösen.

    Der Kapitän zur See Sergej Morosow leitet die zweite Besatzung des Kreuzers bereits seit anderthalb Jahren. Zuvor war er 14 Jahre lang Senior-Assistent des Kommandanten der ersten Besatzung. Er kennt sein U-Boot von der Pike auf.

    „Ich bin seit seiner Geburt mit dabei”, sagt Morosow. „Es ist 2006 vom Stapel gelaufen, wir führten Tests durch. Ich begann den Dienst in der U-Flotte auf dem berühmten U-Boot Akula – dem schweren U-Boot des Projekts 941. Ich kann sagen, dass die Borej-Klasse nach den Eigenschaften der Meeresgängigkeit und der Manövrierfähigkeiten stark überlegen ist. In Sachen Bewohnbarkeit ist es etwas unterlegen, doch es geht dabei eher um die Größe des bewohnbaren Raumes. Die Akula ist doch viel größer”.

    Das neue U-Boot wurde vom Sankt Petersburger Konstruktionsbüro Rubin entworfen, es wurde in Sewerodwinsk in der Sewmasch-Werft gebaut.

    Das russische Atom-U-Boot K-114 Tula
    © Sputnik / Michail Fomitschew
    Das russische Atom-U-Boot K-114 Tula

    Laut Morosow zeigte sich das U-Boot bereits bei den ersten Probefahrten gut – ohne schwere Pannen und Abschleppungen. Es gab unbedeutende Mängel, die von den Besatzungsmitgliedern beseitigt wurden. Die „Dolgorukij” ist das Kopf-U-Boot des Projektes, weshalb es ein maximal strenges Testprogramm durchlief. Das zweite und dritte U-Boot wurde bereits nach einem so genannten „reduzierten Szenario” getestet.

    Zunächst sollte das Projekt 955 mit Feststoffraketen Bark aus der Produktion des Raketenzentrums Makejew ausgerüstet werden, doch letztendlich wurde es mit Bulawa-Raketen des Moskauer Instituts für Wärmetechnik ausgerüstet. Diese Rakete ist stark mit den landgestützten Topol-Raketen unifiziert, mit einem Komplex zur Überwindung der Raketenabwehr ausgestattet und kann gleich mehrere Gefechtsblöcke mit einer Reichweite von bis zu 9000 Kilometern abfeuern. Mit einem Start aus dem Gewässer der nördlichen Meere kann der Raketenträger jedes Ziel in den USA erreichen.

    „Der wahrscheinliche Gegner versucht, jeden unserer Einsätze zu verfolgen, weil sich Atomwaffen an Bord befinden”, so Morosow. „Die Suche erfolgt durch die US-amerikanischen U-Boote ‚Los Angeles’ und ‚Virginia’. Im Himmel sind Flugzeuge unterwegs, gewöhnlich handelt es sich dabei um Orions der Marine Norwegens und der USA”.

    Jeder U-Boot-Stratege hat eigene Aufgaben; über den Ort und die Handlungen der anderen Kreuzer werden die Kommandeure nicht informiert. Sie wirken nur mit den Mehrzweck-U-Booten zusammen, welche die so genannte Gefechts-Nachhaltigkeit der Raketenträger sichern. Mit anderen Worten: Sie stehen im Bereitschaftsdienst in der Nähe und schützen die Kreuzer vor unerwünschten Zusammenstößen mit anderen Schiffen und U-Booten. In der Nordflotte ist für diese Mission eine Division zuständig, die mit den Atom-U-Booten des Projekts 971 Schtschuka-B ausgestattet ist. Allerdings sind die Borej-U-Boote in der Lage, sich selbst zu schützen. Das U-Boot verfügt über acht 533-mm-Torpedoapparate im Rumpfbug, die für das Schießen auf U-Boote und Überwasserschiffe bestimmt sind. Die Torpedoapparate sind bestückbar mit jedem Typ eines modernen Torpedos, Raketentorpedos bzw. einer selbstbewegenden Mine.

    Hohe Lautlosigkeit

    Die Geräuschlosigkeit und Unauffälligkeit werden mit einem Zwei-Kaskaden-Amortisierungssystem der Innenausstattung gewährleistet, das durch den undurchdringbaren Rumpf fast isoliert ist. Geräusche und Vibrationen wegen der funktionierenden Systeme dringen nicht nach Außen. Außerhalb ist der Rumpf mit einer dicken hydra-akustischen Schicht bedeckt. Beim Lärmniveau sind die Borej-U-Boote mit den neuesten Jassen-U-Booten vergleichbar und bleiben nur hinter den Warschawjanka-U-Booten zurück, die lautlosesten russischen Diesel-U-Boote des Projekts 636.

    Die Borej-Boote haben Platz für 100 Mann, was fast 30 Mann weniger als bei beiden „Delfin”-U-Booten ist. Das sind vor allem Offiziere, Marine-Fähnriche und Maate, es gibt nur fünf Matrosen. Die Verringerung der Besatzung wurde dank der neuen Amortisierungssysteme und Mechanismen erreicht.

    Laut dem Kommandanten kann das U-Boot dank so „smarter Systeme” automatisch die Richtung und Tiefe bestimmen sowie die festgelegte Geschwindigkeit halten.

    „Wie ein Flugzeug auf Autopilot”, sagt Morosow lächelnd. „Bei mir werden am Arbeitsplatz – auf dem Zentralposten alle Informationen über die Überwasser- und Unterwasserlage abgebildet. In Überwasserlage können wir sogar die Lage im Luftraum überwachen, dazu gibt es eine spezielle Radaranlage. Die Angaben werden in Echtzeit an ein Kampf-Informationssteuersystem übermittelt, das Gehirn des U-Boots. Der Einsatz der Waffen ist ebenfalls automatisiert – am Start der Raketen sind maximal zwei Personen beteiligt, die anderen Posten nehmen die Informationen entgegen und lesen die Angaben der Apparate”, so Morosow.

    Der Kommandant befindet sich gewöhnlich auf dem Zentralposten. Wenn das U-Boot an die Oberfläche kommt, geht er auf das Brückendeck und kontrolliert das Passieren durch enge Stellen oder gefährliche Abschnitte. Die U-Boot-Matrosen verbringen ein Vierteljahr auf hoher See, darunter mit Kampfeinsätzen und Trainings.

    Das U-Boot kann drei Monate autonom in den Meeren verkehren. Der längste autonome Einsatz Morosows lag bei mehr als 60 Tagen.

    Crew des russischen Atom-U-Boots Juri Dolgoruki
    © Sputnik / Pawel Lwow
    Crew des russischen Atom-U-Boots Juri Dolgoruki

    Der Hauptantrieb ist ein Wasserreaktor mit einer Leistung von 190 Megawatt. Zudem ist das U-Boot mit zusätzlichen Dieselgeneratoren, Stromantrieben und Havarie-Akkus ausgerüstet. Das Wasserstrahltriebwerk beschleunigt das U-Boot auf bis zu 29 Knoten (unter Wasser; über Wasser — 15 Knoten).

    Allerdings wird die maximale Geschwindigkeit wohl nur bei den Tests erreicht, bei Patrouillenfahrten wird eine schonende Fahrweise mit einem geringen Geräuschpegel gewählt.

    Es handelt sich jedoch nicht um ein Mehrzweck-U-Boot, sondern um einen strategischen Bombenträger. Es werden keine Aufgaben zur Suche und Verfolgung gestellt. Es reicht aus, im gewünschten Gebiet unauffällig zu patrouillieren und zum Schlag bereit zu sein.

    Die Augen und Ohren des Dolgoruki-U-Boots sind ein einheitlicher digitaler hydroakustischer Komplex mit einer großen Antenne. Die Bandbreite der Funktionen ist beeindruckend – Echo- und Horchpeilung, Zielerkennung, hydroakustische Verbindung, Messen der Eisschicht, Minensuche im Eisfeld u.a. Für die Bestimmung der genauen Koordinaten des Kreuzers im Ozean, die für Raketenstarts notwendig sind, sind die Bord-Navigationsanlagen zuständig.

    Kampf um Standfestigkeit

    Die letzte Hoffnung der Besatzung im Falle einer Havarie in der Tiefe ist die auf die Oberfläche kommende Rettungskapsel, die alle Besatzungsmitglieder fasst. Sie befindet sich hinter dem Raketen-Segment. Die Seeleute sitzen im Inneren verteilt über mehrere Etagen im Kreis. Alle Sitze sind nummeriert, für jeden gibt es Wasser- und Lebensmittelvorräte, die für einige Tage ausreichen.

    „Auf den Lebensmittelrationen steht geschrieben, wie man richtig trinken soll, in welchen Mengen”, erzählt der Bootsmann. „Das dient dazu, einen übermäßigen Verbrauch zu vermeiden. In kritischen Situationen weiß niemand, wie lange man auf die Rettungsdienste warten muss. Man muss sparsam mit den Vorräten umgehen”.

    Im ersten und neunten Abschnitt sind Havarielücken fȕr die Ankopplung einer speziellen Glocke bzw. eines Tiefwasser-Rettungsgeräts AS-28 „Pris” vorgesehen. Über sie kann man ebenfalls aus der Tiefe auftauchen – via freies Auftauchen bzw. über die Bojenleine.

    In jedem Abschnitt des Kreuzers gibt es Havarie-Lebensmittelvorräte für eine Woche in Isolation. Für den Fall eines Brandes bzw. schädlicher Stoffe in der Luft ist jedes Besatzungsmitglied mit einem tragbaren Atemgerät ausgestattet, das für die ersten Minuten nach dem Brandausbruch bestimmt ist. Danach müssen sich die Seeleute schnellstmöglich an das Reserve-Atmungssystem des U-Bootes anschließen. Atemmasken und —schläuche sind in allen Abschnitten für jedes Besatzungsmitglied vorhanden.

    USS Carney der Arleigh-Burke-Klasse (Archiv)
    © Foto : U.S. Navy/Mass Communication Specialist 1st Class Ryan U. Kledzik

    Außerdem gibt es an Bord des Raketenträgers Rettungsflöße für je 20 Personen. Sie werden automatisch ausgestoßen und sind mit allen Einrichtungen ausgestattet, die fürs Überleben auf hoher See nötig sind. Es sind sogar Angeln und spezielle Nischen für Regenwasser vorgesehen, das man trinken könnte. Aus Gründen der Sparsamkeit wird empfohlen, das Regenwasser mit Salzwasser zu mischen. Fürs Überleben des Schiffes ist der Kommandeur des „Gefechtsteils-5“ verantwortlich, der die Funktionen des Mechanikers wahrnimmt – der drittwichtigste Mann an Bord nach dem Kapitän und dem Ersten Offizier. Der Mechaniker übermittelt Kommandos an verschiedene Abteilungen, kontrolliert die Arbeit aller Mechanismen an Bord und koordiniert die Handlungen der Besatzung.

    Die Lebensbedingungen an Bord der „Juri Dolgoruki“ sind durchaus komfortabel. In den Abteilungen gibt es kaum Gerüche – dank dem hochmodernen System der elektrochemischen Luftregeneration, das die Konzentration des Sauerstoffs und des Kohlendioxids konstant aufrechterhält. Sehr populär unter den Seeleuten ist die Elektrosauna, die jeden Samstag angeheizt wird.

    Wein, Kaviar und Perspektiven

    An Bord der „Juri Dolgoruki“ wird vier Mal am Tag gegessen. Auf hoher See bekommt jedes Besatzungsmitglied jeden Tag 50 Gramm Rotwein und eine Portion Lachs oder Kaviar. Dieser Zusatz zur Nahrungsration ist speziell für die Besatzungen aller Atom-U-Boote vorgesehen. An Bord gibt es vier Köche, die auch den Tisch decken. Sie bekommen zusätzliche Hilfe von zwei oder drei Matrosen, die mit entsprechender Arbeit in der Küche beauftragt werden.

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    Die Offiziere essen in einem großen Speiseraum für 25 Personen; Marine-Fähnriche und Hauptfeldwebel in der Kantine für 36 Personen.

    Ein spezieller Raum ist für die Ambulanz bestimmt – hier hat der Doktor das Sagen, der alles (oder fast alles) kann. Wie der Kommandeur erzählte, musste der Arzt bei Matrosen Zähne ziehen, Furunkel entfernen usw. Richtig große Operationen waren glücklicherweise nie nötig, aber die Bedingungen dafür sind vorhanden: Es gibt einen OP-Tisch, eine OP-Lampe, Skalpelle, Pinzetten usw.

    „Unsere Ärzte sind ausgebildete Chirurgen. Außerdem werden sie zusätzlich als Therapeuten, Augenärzte usw. ausgebildet“, erläuterte der Kommandeur. „Der Arzt hat einen Assistenten – das ist üblicherweise ein Marine-Fähnrich, der zwei Wochen lang in einem Spital geschult wird. Er nimmt an OPs teil, beobachtet, was der Arzt macht, schreibt alles auf usw.“

    Neben der Ambulanz befindet sich eine kleine dichte Abteilung, die für Besatzungsmitglieder bestimmt ist, die ansteckende Infektionen haben oder bei einer Havarie bestrahlt worden sind.

    Personalprobleme an Bord eines U-Bootes gibt es kaum – normalerweise sind die Seeleute mit ihrem Dienst zufrieden. Zudem wollen wohl alle gerade an Bord eines hochmodernen Schiffes dienen, und zweitens werden sie richtig gut besoldet – ihr Sold ist besser als das Durchschnittsgehalt in Moskau. Dabei haben sie auch Möglichkeiten, ihr Geld auszugeben: In Murmansk gibt es immerhin etliche Autohäuser, Restaurants, Einkaufs- und Unterhaltungszentren.

     Schießtest des Atom-U-Boots „Juri Dolgoruki“
    © Sputnik / Verteidigungsministerium Russlands
    Schießtest des Atom-U-Boots „Juri Dolgoruki“

    Das russische Verteidigungsministerium bemüht sich um den Ausbau der sozialen Infrastruktur in Gadschijewo: Vor kurzem wurden in der Stadt eine neue Poliklinik und ein Sportkomplex eröffnet. Demnächst soll ein großes Schwimmbad gebaut werden.

    Wie der Kommandeur ferner erzählte, machen in diesem Jahr zehn Kursanten ihr Praktikum an Bord der „Juri Dolgoruki“, wobei nur zwei von ihnen unter Umständen in die Besatzung aufgenommen werden könnten. Das bedeutet, dass es für jede Stelle fünf Anwärter gibt.

    Die U-Boot-Seeleute werden in einem Übungszentrum in Sosnowy Bor (Gebiet Leningrad) ausgebildet.

    Die „Juri Dolgoruki“ ist das erste und vorerst einzige Schiff des Projekts 955, das in die russische Nordflotte aufgenommen wurde. Wie der Befehlshaber der Flotte, Admiral Nikolai Jewmenow, RIA Novosti mitteilte, wurden die Salvenschießübungen von der „Juri Dolgoruki“, bei denen Ziele auf dem Übungsgelände „Kura“ auf der Halbinsel Kamtschatka beschossen – und erfolgreich getroffen – wurden, in das Buch der Rekorde der russischen Streitkräfte aufgenommen. Dabei wurden gleich vier Raketen „Bulawa“ abgefeuert.

    Zwei weitere U-Boote des modernisierten Projekts „Borej-A“ – die „Alexander Newski“ und die „Wladimir Monomach“ – gehören der Pazifik-Flotte an.

    Darüber hinaus werden im „Sewmasch“-Betrieb die Rümpfe von vier weiteren Atom-U-Booten gebaut: der „Knjas Oleg“, der „Generalissimus Suworow“, der „Imperator Alexander III.“ und der „Knjas Poscharski“. Sie werden voraussichtlich bis 2022 vom Stapel laufen.

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    Geschwindigkeit, Seestreitkräfte, Atom-U-Boot, Reportage, Schutz, Raketen, U-Boot, Schiff, Raketenabwehr, Projekt 971, U-Boot Juri Dolgoruki, Topol, Borej (U-Boot), NATO, Sergej Morosow, Sewerodwinsk, USA, Russland