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12:05 22 Juli 2019
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    Logo von Google-App auf dem Bildschirm eines Smartphones

    EU-Kommission verhängt weitere Milliardenstrafe gegen Google

    © AP Photo / Patrick Semansky
    Technik
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    Die EU-Kommission hat im Laufe ihres jahrelangen Kampfs gegen unlautere Geschäftspraktiken des US-Internetriesen Google in Europa zum dritten Mal eine Strafe in Milliardenhöhe verhängt. Darüber berichtet die Deutsche-Presse-Agentur (dpa) am Mittwoch.

    Bei Suchmaschinen-Werbung im Dienst „AdSense for Search“ seien andere Anbieter unzulässigerweise behindert worden, zitierte dpa die EU-Kommission in Brüssel. Das Unternehmen müsse daher rund 1,49 Milliarden Euro Strafe zahlen. Bei „AdSense for Search“ können andere Internetseiten Google-Suchmasken einbinden und erbringen dafür Gegenleistungen. 

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    Die Brüsseler Behörde hat Googles Geschäftsverhalten bereits seit geraumer Zeit im Visier. Wegen des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung bei Produktanzeigen in Suchergebnissen verhängte die Kommission 2017 eine Strafe von 2,42 Milliarden Euro. Wegen Wettbewerbseinschränkungen beim Smartphone-System Android wurde 2018 sogar die Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro fällig. Der Konzern verdaute die finanziellen Strafen innerhalb eines Quartals – allerdings setzte die Kommission auch Änderungen am Geschäftsmodell von Google durch. 

    Google habe mehr als zehn Jahre lang seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und anderen Unternehmen die Chancen auf fairen Wettbewerb und Innovationen verbaut, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager gegenüber dpa am Mittwoch. Das Geschäftsgebaren bestand demnach mindestens seit dem Jahr 2006. Im Jahr 2016 – nach ersten Einwänden der Kommission – hob Google die Einschränkungen auf.

    Mit dem dritten Wettbewerbsfall geht Vestager nun auch zumindest gegen einen Teil des Kerngeschäfts von Google mit Online-Werbung vor. Finanziell ist „AdSense“ für Google eher ein Nischenprodukt. Genaue Zahlen zu dem Teildienst gibt es nicht. Doch Googles Werbegeschäft spielt insgesamt den Löwenanteil der Erlöse des Mutter-Konzerns Alphabet ein. Im Schlussquartal 2018 verdiente das Unternehmen dank sprudelnder Werbeeinnahmen rund neun Milliarden Dollar (etwa 7,9 Milliarden Euro). Der Umsatz legte kräftig zu und lag bei 39,3 Milliarden Dollar. Doch den satten Zuwächsen standen auch kräftig gestiegene Ausgaben – vor allem für Infrastruktur – gegenüber.

    Besonders tiefgreifende Änderungen am Geschäftsmodell setzte Brüssel bei Android durch: Google verlangt inzwischen von Geräteherstellern Geld, wenn sie in Europa Smartphones mit bislang kostenlosen Apps des Konzerns wie Karten oder GMail verkaufen.

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    Im Dezember hatte Russlands Medienaufsichtsbehörde (Rosskomnadsor) eine Geldstrafe gegen Google verhängt. Grund war die Nichteinhaltung des Gesetzes über das Löschen rechtswidriger Informationen aus den Suchergebnissen. Die Geldbuße betrug 500.000 Rubel (umgerechnet etwa 6600 Euro).

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    Tags:
    Strafe, EU-Kommission, Google, Margrethe Vestager, EU