03:05 22 Oktober 2020
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    Ein „fliegender Albtraum“ – so bezeichnet der US-Experte Kyle Mizokami ein Fluggerät zur Drohnenabwehr, das ein Studententeam am Moskauer Staatlichen Luftfahrtinstitut entwickelt hat. Der russische Fachjournalist Boris Roschin erklärt im Sputnik-Gespräch, wie es zu dieser Aufregung kommt.

    Im Grunde ist das propellergetriebene Gerät ein fliegender Karabiner, der die gegnerischen Drohnen mit Schrotkugeln bekämpft. Diese seien viel gefährlicher als gewöhnliche Gewehrkugeln, schreibt Mizokami im Beitrag für das Fachportal „Foxtrot Alpha“. „Der Krieg ist schon schrecklich genug in der Form, in der er heute existiert. Jetzt kommt noch ein Tausenderschwarm dieser fliegenden Roboter mit Schrotgewehren hinzu.“ Das Gerät könne wohl auch gegen lebende Ziele eingesetzt werden, so der US-Experte.

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    Dass russische Entwickler bei der Drohnentechnik gut vorangekommen sind, stellen viele Beobachter auch im Westen fest, sagt der russische Fachjournalist Boris Roschin im Sputnik-Gespräch. „Auch bei Abfangdrohnen sind Fortschritte festzustellen. Die Abfangdrohnen dienen dazu, Kleinfluggeräte des Gegners abzuwehren, die entweder zur Aufklärung oder zu taktischen Luftangriffen eingesetzt werden“, erklärt der russische Experte.

    Diese Entwicklung sei ja auch durchaus logisch: „Wenn Aufklärungs- und Angriffstechnik immer weiterentwickelt wird, muss auch die Abwehrtechnik mithalten“, so der Fachjournalist. „Viele Länder experimentieren mit neuen Drohnen. China zum Beispiel testet eine Drohne als Minenwerfer.“

    Indes sind eigens zur Drohnenabwehr entwickelte Waffensysteme derzeit nicht so zahlreich. „Normalerweise werden bereits vorhandene Waffenmuster zu diesem Zweck angepasst. Deshalb ist es naheliegend, dass die Aufregung wegen der russischen Neuentwicklung so groß ist.“

    Das am Moskauer Staatlichen Luftfahrtinstitut entwickelte Abwehrvehikel kann praktisch überall starten und landen. In der Luft bleibt es bis zu 40 Minuten lang. 

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    Tags:
    Abwehr, Kampfdrohne, Entwicklung, Russland