05:59 23 April 2019
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    Kampfjet Su-57 (Archiv)

    „Raketenbändiger“: Su-57 wird im Luftkampf wichtigen Vorteil haben

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    Russische Flugzeugkonstrukteure haben zur Entwicklung des Su-57-Kampfjets der fünften Generation eine Reihe neuer Technologien eingesetzt – von neuen Schubvektorsteuersystemen und Hyperschallwaffen bis hin zu Seiten- und Rückansicht-Radar. Darüber schreibt die US-Fachzeitschrift „Military Watch Magazine“.

    Die 2014 in Betrieb genommene Su-34 der Generation 4 ++ gelte als eines der fortschrittlichsten Kampfflugzeuge der Welt – die Su-57 übertreffe sie jedoch in fast allen Parametern.

    Eine der neuen Technologien, die die Überlebensfähigkeit des Kampfjets erheblich beeinflussen solle, sei das System steuerbarer Gegenmaßnahmen gegen Infrarotmittel.

    Wie bei anderen Flugzeugen der fünften Generation, zum Beispiel beim Jagdflugzeug F-22 Raptor, habe die Su-57 Warnmittel vor Strahlung und Angriff.

    Im Gegensatz zum F-22 Raptor habe das russische Flugzeug jedoch Drehkränze, die feindliche Raketen mit einem Laser „blenden“ können. Ein solches System sei sowohl im Luftkampf als auch bei der Überwindung der Luftabwehr des Feindes wertvoll, schreibt das „Military Watch Magazine“.

    Die Drehkränze des steuerbaren Infrarot-Abschreckungssystems würden sich auf dem Rumpf hinter der Kabine sowie unter dem Rumpf befinden.

    Zuvor waren solche Systeme an größeren Flugzeugen installiert worden, beispielsweise auf dem amerikanischen Militärtransporter vom Typ C-17.

    Die Miniaturisierung der Systemkomponenten und ihre Anwendung auf dem Kampfflugzeug sei ein beispielloser Schritt, so das Magazin. Solche Gegenmaßnahmen seien besonders wirksam gegen infrarotgesteuerte Flugkörper, einschließlich der amerikanischen Luft-Luft-Lenkwaffen AIM-9, der schultergestützten Kurzstrecken-Boden-Luft-Raketen Strela-2.

    Es sei unwahrscheinlich, dass die Su-57, welche die Luftüberlegenheit gewährleisten soll, von tragbaren Luftabwehrsystemen bedroht werde. Die Platzierung der Drehkränze, die die Rakete „geblendet“ haben, legt jedoch nahe, dass das Gegenmaßnahmensystem Angriffe nicht nur vom Boden, sondern auch aus der Luft abwehren könne.

    Hohe Manövrierfähigkeit, eingeschränkte Abschirmungsfähigkeiten und Möglichkeiten der elektronischen Kampfführung ermöglichen es der Su-57, Kurz- und Mittelstreckenraketen auszuweichen.

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    Die Fähigkeit, gegnerische Infrarot-Lenkflugkörper zu blenden, sei besonders im Nahkampf-Luftkampf von Vorteil, wenn der Einsatz von Radar-Lenkflugkörpern schwierig sei. Der russische Fighter der fünften Generation werde möglicherweise zu einem unerreichbaren Ziel für die amerikanische AIM-9X, die britische AIM-132, die israelische Python-5 und die sowjetische P-73, die immer noch von einigen osteuropäischen Ländern genutzt werde.

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    Die Fähigkeit, infrarotgelenkte Luft-Luft-Raketen zu neutralisieren, wird der Su-57 einen Vorteil verschaffen, den andere Flugzeuge der fünften Generation nicht haben.

    Die russische Su-57 der fünften Generation hatte 2010 zum ersten Mal vom Boden abgehoben. Sie wurde entwickelt, um alle Arten von Luft-, Boden- und Oberflächenzielen zerstören zu können. Die hohe Manövrierfähigkeit und die Möglichkeit der Maschine, einen Überschallflug mit moderner Bordausrüstung bei geringer Sicht durchzuführen, bietet Vorteile gegenüber feindlichen Flugzeugen.

    Bei der Su-57 (vormals PAK FA) handelt es sich um den russischen Tarnkappen-Jet der fünften Generation, der für die Zerstörung von Luft-, Boden- und Überwasserzielen aller Art bestimmt ist. Die Kombination aus extrem hoher Manövrierfähigkeit, Überschallgeschwindigkeit, modernster Bordtechnik und Tarnkappen-Technologie ermöglicht der Su-57 starke Konkurrenzvorteile gegenüber ausländischen Analoga. Seinen Jungfernflug absolvierte der Jet im Jahr 2010.

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    Tags:
    Su-57, F-22, Vorteile, Flugzeug