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18:39 20 Juli 2019
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    Russischer Panzer des Typs T-14 Armata (Archivbild)

    US-Blatt „National Interest“ will Hauptproblem des russischen T-14 entdeckt haben

    © Sputnik / Natalia Seliwerstowa
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    Als Russland 2015 den T-14 Armata erstmals vorstellte, haben westliche Militärs die Aufmerksamkeit auf das futuristische und flexible Design der nächsten Generation des Kampfpanzers gelenkt, der mehrere gepanzerte Bodeneinheiten ersetzen sollte. Aber Russland sei nicht in der Lage, die revolutionäre Maschine in erheblicher Zahl zu produzieren.

    Darüber schreibt das US-Magazin „National Interest“.

    Der Zeitschrift zufolge sagte der stellvertretende russische Premierminister Juri Borisow, dass der Armata zu einem Preis von 4 Millionen US-Dollar pro Stück „ziemlich teuer“ sei und der verbesserte T-72BM-Panzer ausreiche, um die Nato abzuhalten. Zum Vergleich: Der M1A2 Abrams soll rund 6 Millionen US-Dollar pro Panzer kosten.

    Der T-72BM, der rund zwei Millionen US-Dollar koste, sei seit den 70er Jahren die Hauptstütze der russischen Panzertruppe, so „National Interest“. Die sich erholende russische Wirtschaft könne es derzeit nicht ermöglichen, das veraltete System durch die T-80- und T-90-Panzer zu ersetzen.

    Der T-14 Armata verfüge über verbesserte Rüstungen, computergestützte Systeme, ein neues 125-mm-Glattrohr-Kanonensystem und einen Aktionsradius von über 500 Kilometern. Mit einem Mehrzweckchassis, einem unbemannten Turm und einer Zwei-Mann-Besatzung schien er bereit zu sein, die größte Panzerarmee der Welt zu revolutionieren.

    Das Magazin betonte jedoch, dass das russische Verteidigungsbudget, obwohl es mit 61 Milliarden US-Dollar eines der höchsten der Welt sei, kaum alle gleichzeitigen Modernisierungen, die die russischen Streitkräfte wünschen, decken könne.

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    Neben den Armata-Panzern wurde die Produktion von Kampfjets der fünften Generation Su-57 aufgrund von Haushaltszwängen vorerst auf Eis gelegt.

    Bemerkenswert ist laut dem Magazin, dass Russland anders als die USA nicht in der Lage sei, seine hochwertigen Waffen an Drittländer zu verkaufen, um die Forschung, Entwicklung und Produktion von Next-Gen-Systemen zu subventionieren. Und obwohl der modernisierte T-72BM die Linie nicht halten könne, könnte die Entwicklung des Panzers vom Typ M1A2 SEPv3 Abrams und der verbesserte Leopard 2A7 die Hauptstütze der russischen Streitkräfte früher veraltet machen, als Russland sie ersetzen werde.

    Allerdings muss erwähnt werden, dass die Behauptungen des National Interest nicht absolut zutreffend sind – denn der Armata ist immer noch billiger als die westlichen Panzer.

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    Tags:
    Wirtschaft, Verteidigung, Panzer T-14 Armata, Rüstungen