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14:22 20 Juli 2019
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    Das U-Boot der 212A-Klasse der Deutschen Marine (Archivbild)

    Grund zur Freude für die Bundeswehr: U-Boote einsatztauglich

    © AP Photo / Heribert Proepper
    Technik
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    Drei U-Boote gleichzeitig muss die deutsche Marine einsatzbereit vorhalten, mindestens. Das erfordern die Normen der Bundeswehr. Jetzt ist die Vorgabe wieder erfüllt – ein für die Bundesmarine außergewöhnliches Ereignis, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“.

    Zum ersten Mal seit Herbst 2010 können drei U-Boote der deutschen Marine gleichzeitig auf See fahren: Die U-36 (beteiligt sich am „Joint Warrior“-Manöver vor der schottischen Küste), die U-33 (übt gemeinsam mit norwegischen Kollegen) und die U-31 (patrouilliert in der Ostsee).

    Vor kurzem noch waren alle sechs U-Boote der Klasse 212A der deutschen Marine einsatzuntauglich, so die Zeitung. Gebaut wurden die Boote in den Jahren 1998-2015, mussten aber wegen etlicher Defekte repariert werden. Nachdem zusätzliches Geld für die Instandsetzung bereitgestellt worden war, konnten die Reparaturarbeiten beschleunigt werden.

    An den drei anderen U-Booten dieser Klasse wird noch gearbeitet, schreibt das Blatt. Die U-34 wird generalüberholt und soll bald fertig sein, die U-32 bleibt noch bis Jahresende im Trockendock, die U-35 wird auf die Reparatur vorbereitet – es hat einen Ruderschaden: Bei einem Manöver vor der Küste Norwegens war das Boot mit einem Felsen kollidiert.

    Sechs U-Boote besaß die Bundeswehr 2017 nach eigenen Angaben. Die meisten davon mussten laut der Zeitung repariert oder modernisiert werden. Der Grund für die nicht-gegebene Verfügbarkeit waren Probleme mit Ersatzteillieferungen wegen unzureichender Finanzierung. Statt neue Ersatzteile zu beschaffen, mussten Komponenten aus vorhandenen U-Booten entnommen werden.

    Hierbei wirkte sich der eigentliche Vorteil der deutschen U-Boote – die ausgeklügelte Technologie – negativ aus: Die Diensttauglichkeit der „Stahlhaie“ zu gewährleisten, wurde zur großen Herausforderung. Letztlich stand die Bundesmarine zeitweise ohne U-Boote da, schreibt „Nesawissimaja gaseta“.

    Inzwischen bessert sich die Finanzlage der Bundeswehr aber. 2018 betrug der Verteidigungshaushalt 39 Milliarden Euro. Das ist mehr, als der französischen Armee in dem Jahr zur Verfügung stand, schreibt die Zeitung. In diesem Jahr verfügt das Bundesverteidigungsministerium schon über 43 Milliarden – 1,2 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung.

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    Bis 2024 will Berlin die Rüstungsausgaben auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bringen. Sollte die deutsche Regierung 2,0 Prozent des BIP für Rüstung bereitstellen, wie es die Führungsmacht der Nato verlangt, würden sich Deutschlands Militärausgaben fast verdoppeln.

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    Tags:
    U-Boote, Einsatz, Verteidigung, Marine, Bundeswehr, Deutschland