15:58 22 April 2019
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    Präsentation vom schwedischen Kampfflugzeug JAS 39 „Gripen E“ (Archivbild)

    Lautes Krähen, nichts dahinter: Experte über Schwedens „Killer“ russischer Su-30-Jets

    © AP Photo / TT / Anders Wiklund
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    Das schwedische Kampfflugzeug JAS 39 „Gripen E“ sollte ein „Su-Killer“ werden. Doch der Kampfjet werde nicht mal von der schwedischen Luftwaffe abgenommen, berichtet die Zeitung „Svenska Dagbladet“.

    14 Jagdflugzeuge vom Typ JAS 39 „Gripen E“ des schwedischen Herstellers Saab finden keinen Kunden. Die schwedische Luftwaffe hatte die Kampfjets bestellt, nimmt sie jedoch nicht ab, schreibt die Zeitung. Saab hat die Flugzeuge als Leerrümpfe gebaut, ohne Bordelektronik und Waffensysteme also – wie es der Besteller gefordert hatte: Die erforderlichen Systeme sollten später nachgerüstet werden. Doch das schwedische Rüstungsprogramm ist ins Stocken geraten, es fehle das Geld, so das Blatt.

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    Dabei hatte Luftwaffengeneral Mats Helgesson, Befehlshaber der schwedischen Luftstreitkräfte, unlängst erklärt, Saab entwickele den „Gripen E“ als einen „Su-Killer“. Ein nicht gerade bescheidenes Ziel, sagt Militärexperte Alexej Podbereskin vom Zentrum für militär-politische Studien am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen im Sputnik-Gespräch.

    „Nehmen wir zum Beispiel die Su-35. Nicht nur die Schweden wollen mit ihr aufnehmen. Auch die Amerikaner versuchen das, nur dass es bisher nicht wirklich gelingt. Die Su-35 ist ein hochmodernes Flugzeug, nah an der 5. Kampfjetgeneration – entwickelt, um unter schwierigsten und ungewöhnlichsten Kampfbedingungen die Lufthoheit zu halten. Insofern ist es nicht wirklich nachvollziehbar, wie die Schweden ein Flugzeug bauen wollen, das es mit der Su-35 aufnehmen kann“, so der Experte.

    Nur größere Staaten könnten derart ambitionierte Ziele stemmen, das zeige die Praxis und die Erfahrung: „Ein Flugzeug von der Art einer Su-35 oder Su-57 ist ein sehr kostspieliges Projekt. Damit es sich rentiert, müssen genügend Aufträge vorhanden sein. Größere Staaten können die erforderlichen Stückzahlen selbst in Auftrag geben, plus haben sie die Möglichkeit, die Flugzeuge im Ausland zu vermarkten“, erklärt der Analyst.

    Schweden sei in dieser Hinsicht natürlich nicht wettbewerbsfähig. „Der jetzige Fall hat das nochmals bestätigt“, sagt der Experte. Der schwedische Greif habe gut gekräht – „aber es gibt nicht einmal einen Testprototypen“.

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    Tags:
    Stopp, Kampfflugzeug, Finanzierung, Konkurrenz, Kampfjet, Produktion, Su-57, Jagdflugzeug JAS-39 Gripen, Su-35, NATO, Schweden, Russland