08:43 29 Januar 2020
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    Der Rechnungshof der Vereinigten Staaten hat in einer Studie eklatante Mängel des F-35-Waffenprogramms genannt und das US-Kampfflugzeug einer heftigen Kritik unterzogen.

    Der Studie zufolge entsprechen die Eigenschaften der F-35 nicht den gestellten Anforderungen der US-Luftwaffe. Die aktuelle Version des Tarnkappenjets sei nicht in der Lage, die Anzahl der Missionen zu erfüllen, die im Aufgabenbereich vorgesehen seien, so die Studie.

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    Demnach sollen von allen Kampfjets dieses Typs, die sich im Dienst der US-Luftwaffe befinden würden, nur 27 Prozent voll einsatzfähig sein. 52 Prozent könnten lediglich nur eine Kampfmission durchführen. 

    Der US-Rechnungshof — eine Einrichtung des Kongresses der Vereinigten Staaten — erklärt das mit dem Mangel an Ersatzteilen für den „Senkrechtstarter“ und mit verwaltungstechnischen Schwierigkeiten, den Transport dieser Ersatzteile in der ganzen Welt umzusetzen.

    Aufgrund von Nachschubengpässen hätten laut der US-Behörde von Mai bis November 2018 etwa 30 Prozent der F-35-Flotte am Boden bleiben müssen, weil bis zu 4.300 Teile gefehlt hätten.

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    „Das Ministerium unternimmt Schritte, um diese Probleme zu lösen, wie zum Beispiel die Erhöhung der Zuverlässigkeit der Bauteile. Es hat jedoch nicht vollständig die Maßnahmen bestimmt, die notwendig sind, um die Lücke zwischen den Anforderungen für die Kampfflugzeuge und der Effizienz der Lieferkette zu schließen.“

    Der Studie zufolge gibt es aufgrund der ständigen Modernisierung der F-35 noch das Problem der Alterung der Ersatzteile in den Lagerhäusern. Aus diesem Grund sollen 44 Prozent der Ersatzteile nicht mit den kürzlich vom US-Marine Corps beschafften Kampfjets kompatibel gewesen sein.

    Darüber hinaus wird betont, dass ohne Verbesserung des Logistiknetzwerks und ohne detaillierten Entwicklungsplan für diesen Bereich das US-Verteidigungsministerium möglicherweise nicht in der Lage sein werde, die expandierende US-Flotte zu unterstützen. 

    Laut der Studie stellt das F-35-Programm bisher das teuerste US-Waffenprogramm mit prognostizierten Kosten von mehr als einer Billion US-Dollar (etwa 900 Milliarden Euro) dar.

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