Widgets Magazine
05:48 22 September 2019
SNA Radio
    Russischer Soldat bei einer Übung mit einem elektronischen Kampfführungs-System (Archiv)

    „Unsichtbare Killer“: Chinesisches Portal bewertet Russlands elektronische Kampfführungs-Systeme

    © Sputnik / Jewgenij Jepantschincew
    Technik
    Zum Kurzlink
    454976
    Abonnieren

    Russland stellt seine elektronischen Kampfführungs-Systeme nach Ansicht des chinesischen Webportals Sohu absichtlich nicht zur Schau – und das nicht ohne Grund.

    Das Portal verweist darauf, dass bei der jüngsten Siegesparade auf dem Roten Platz in Moskau kein russisches System der elektronischen Kampfführung vorgeführt worden war.

    „Die Leistungsfähigkeit dieser ‚unsichtbaren Killer‘ ist zwar gewaltig; ihr Aussehen beeindruckt jedoch nicht“, heißt es im Artikel.

    Bei einer Parade spiele die visuelle Wahrnehmung eine große Rolle: Kampfflugzeuge, Panzer und interkontinentale ballistische Raketen würden vor dem Publikum die Stärke der Streitkräfte wesentlich besser untermauern.

    „Wenn aber elektronische Kampfführungs-Systeme mit ihren Radaren und Antennen bei einer Parade erscheinen, wird sie niemand bemerken“, heißt es weiter.

    Andererseits würden Systeme der elektronischen Kampfführung in Russland traditionell nicht zur Schau gestellt. So sei beispielsweise bislang kein Foto von dem System Murmansk-BN veröffentlicht worden, das diese Waffe als Ganzes zeigen würde.

    „Laut der russischen Seite genügt es, den Startknopf des Systems Murmansk-BN zu drücken, um den Verlauf eines Krieges zu ändern“, schreibt das chinesische Portal.

    Denn das System könne eine permanente elektronische Aufklärung durchführen und die Fernmeldeverbindung des Gegners in einer Reichweite von bis zu zwei Kilometern stören.

    >>>Weitere  Sputnik-Artikel: Täuscht Feind mit Halluzinationen: Russlands Marine bekommt neue Waffe<<<

    Laut dem Portal zeigen sich vor allem hochtechnologisch ausgerüstete Armeen der westlichen Länder über solche Fähigkeiten besonders besorgt. So hätten sich US-Militärs bei ihren Übungen davon überzeugt, dass eine Infanteriebrigade ohne Fernmeldeverbindung und ohne elektronische Geräte ihre Kampffähigkeit vollständig verliere.

    Im Falle eines bewaffneten Konflikts zwischen der Nato und Russland würde es nicht zu einem umfassenden Atomkrieg, sondern zu einem begrenzten konventionellen Krieg kommen. Unter diesen Umständen würden die Atombomben beider Seiten möglicherweise keine Rolle spielen und dafür die Systeme der elektronischen Kampfführung mit ihren umfassenden Störungen strategische Bedeutung haben.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: GPS-Ausfall bei Nato-Übung: Wie Russland US-Navi-Systeme manipulieren könnte<<<

    „Wenn die beiden Konfliktparteien durch elektronische Kampfführung gestört werden, wird die russische Armee, die sich weniger auf elektronische Informationstechnologie stützt, über größere Chancen verfügen“, resümiert das Portal.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Eloka-System, Murmansk-BN, radioelektronische Kriegsführung, elektronische Kampfführung, Russland, China, USA