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14:37 21 Oktober 2019
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    Su-57 Jet (Archiv)

    „Starke Faust im Luftkrieg“: Experte zur Serienfertigung des Kampfjets Su-57

    © Sputnik / Michail Woskresenskij
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    Russlands Tarnkappenjet Su-57 ist startklar für die Serienproduktion. Die erste Serienmaschine wird bereits in einem Flugzeugwerk des Suchoi-Konzerns zusammengebaut.

    Ende dieses Jahres schon soll Russlands Luftwaffe ihren ersten Su-57-Kampfjet erhalten. „Es ist dann schon eine Serienmaschine“, sagte Russlands Vize-Verteidigungsminister Alexei Kriworutschko gegenüber Journalisten beim Besuch eines Flugzeugwerks in Komsomolsk am Amur. Dort wird der Kampfjet gebaut. „Wir haben uns heute den Fertigungsstand der Maschine, die Voraussetzungen für die Serienfertigung angeschaut. Mit dem, was wir gesehen haben, sind wir absolut zufrieden. Wir gehen nun davon aus, dass alle Pläne erfüllt werden“, sagte der Vize.

    Zuvor hatte Präsident Putin bei einer Arbeitssitzung mit dem Management russischer Rüstungsfirmen erklärt, bis 2028 müssen drei Jagdregimenter der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte auf das „künftige Waffensystem Su-57“ umgestellt werden.

    „Das ist eine gewichtige Anschaffung für die russische Luftwaffe“, erklärt Fachjournalist Wiktor Baranez, Oberst a.D., im Sputnik-Gespräch. „Gegenwärtig gibt es kein anderes Flugzeug mit vergleichbarem Einsatzwert. Damit meine ich die Zahl und die Art der Waffen, die der Su-57 einsetzen kann, die allerneueste Elektronik, die Fähigkeit dieses Kampfjets, Ziele zu entdecken, bevor er selbst entdeckt wird. Und natürlich die leistungsstarken Triebwerke. Damit bekommt Russland eine starke Faust für den Fall eines Luftkriegs.“

    Der Su-57 erfüllt alle Standards der 5. Kampfjetgeneration. Das Flugzeug ist als Gegenstück zum amerikanischen F-22 entwickelt worden. Bis Anfang 2018 hatte der Suchoi-Konzern zehn Prototypen des Su-57 hergestellt.

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    Genaue technische Daten der neuen russischen Maschine sind in der Öffentlichkeit unbekannt. Verfügbar sind nur allgemeinere Informationen zu Auslegung und Eigenschaften. Demnach zählt der russische Jet zur Kategorie schwerer Jagdflugzeuge: Der Su-57 ist unwesentlich größer als der F-22, jedoch kompakter als sein Vorgänger Su-27.

    Erste Su-57-Muster fliegen mit Triebwerken, die vom Motor des Su-35 abgeleitet wurden: Typbezeichnung AL-41F1, werkintern „Objekt 117“. Dieses Triebwerk unterscheidet sich vom Ausgangsmotor durch größere Schubkraft, geringeren Kraftstoffverbrauch und eine verbesserte Steuerungsautomatik.

    Serienmäßige Su-57-Jets sollen mit anderen Triebwerken ausgestattet werden, bezeichnet als „Typ 30“. Seit Ende 2017 wird dieses Strahltriebwerk getestet. Es ist von Grund auf neuentwickelt worden, unter Einbezug technischer Lösungen, die weltweit einmalig sind.

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    Bewaffnet ist der Su-57 mit einer 30-mm-Bordkanone (150 Schuss), mit Mittel- und Langstreckenraketen sowie Lenkbomben, die intern in einem Waffenschacht platziert werden. An den Außenlaststationen führt der Jagdbomber Kurzstreckenraketen für den Luft-Luft-Einsatz mit. Die maximale Waffenlast beträgt zehn Tonnen.

    Wie aus der Waffenvielfalt ersichtlich wird, ist der Su-57 als multifunktionsfähiges Kampfflugzeug ausgelegt. Die ist gleichermaßen als Luftüberlegenheitsjäger und als Jagdbomber gegen Boden- und Seeziele einsetzbar.

    Das Hauptmerkmal des Su-57 sind seine Tarnkappeneigenschaften. Damit ist der russische Kampfjet mit dem Radar schwer zu erfassen. Für moderne Ortungstechnik ist kein Flugzeug der Welt gänzlich unsichtbar, doch ist es den Ingenieuren gelungen, die Radarsignatur des Su-57 zu minimieren – dies vor allem durch die Form des Flugzeugs und eine Spezialbeschichtung. Außerdem wird die Ortbarkeit des Su-57 durch den Einsatz bordeigener EloKa-Systeme reduziert.

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    Entwicklung, Einsatz, Krieg, Technologien, F-22, Zahl, Wladimir Putin, Su-57, Luftwaffe, Russland