10:51 09 Dezember 2019
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    Soldatin inspiziert die Lenkbombe GBU-38 (Archiv)

    Bomber B-21 „Raider“: Atomwaffenträger außerhalb von Abrüstungsverträgen

    © Foto : U.S. Air Force/Airman 1st Class Tessa B. Corrick
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    Der Zukunftsbomber der US Air Force – B-21 „Raider“ – soll 2025 in Dienst gehen. Der schwere Kampfjet wird als Ersatz für die B-2 und die legendäre B-52 entwickelt. Der schwere Nurflügler soll für Ortungsradare absolut unsichtbar sein. Eine neue nuklearfähige Rakete gehört zum Arsenal. Die Zeitung „Gazeta“ berichtet.

    „Raider“, ein „Stürmer aus dem Nichts“, heißt der neueste strategische Bomber der US-Luftwaffe frei übersetzt. Den Namen erhielt die künftige Kampfmaschine in Anlehnung an einen Überraschungsangriff einer amerikanischen Bomberstaffel gegen Tokio am 18. April 1942 – als Vergeltung für Pearl Harbor.

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    Überraschungsangriff ist denn auch das, worauf die B-21 spezialisiert sein wird. Die Bomber sollen nur auf US-Gebiet stationiert werden. Von dort aus würden sie entsandt, um jeden beliebigen Ort auf der Welt überraschend anzugreifen und zur Heimbasis zurückzukehren – so zumindest das Einsatzszenario.

    Die technischen Möglichkeiten der B-21 sollen das Durchbrechen gegnerischer Flugabwehr auch bei massiver Gegenwirkung möglich machen. Und für den eigentlichen Einsatzzweck soll der Bomber unter anderem mit einer neuen nuklearfähigen Luft-Boden-Rakete bestück werden: mit der LRSO (Long-Range Standoff). Der Flugkörper befindet sich, wie das Flugzeug auch, noch in der Entwicklung.

    Die B-21 erinnert in ihrer Auslegung stark an den Stealth-Bomber B-2 „Spirit“. Beim „Raider“ sollen die Konstruktionsschwächen des Vorgängers behoben, dessen Stärken aber bewahrt werden. Beispielsweise ist die „Spirit“ laut Fachleuten für gegnerisches Radar bei einem bestimmten Strahlungswinkel relativ gut erkennbar. Bei der „Raider“ aber versprechen die Konstrukteure „absolute Unsichtbarkeit“, schreibt die Zeitung.

    Das neue amerikanische Bomberprogramm hatte 2004 seinen Anfang genommen, als der Kongress Gelder für die Entwicklung des „Next Generation Bomber“ bewilligte. Zwei Jahre später forderte die US-Führung in einer Vorgabe, der Zukunftsbomber solle 2018 einsatzbereit sein.

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    2014 startete das Pentagon das LRSB-Programm: „Long-Range Strike Bomber“ – „Bomber für Angriffe auf lange Distanz“. Der Flugzeugbauer Northrop Grumman bekam den Zuschlag, obwohl die Konkurrenz den Entwurf heftig kritisierte. 2016 dann wurden Bilder des Entwurfs in der Öffentlichkeit präsentiert.

    Die Entwicklung der B-21 läuft gegenwärtig weiter, neuer Termin für die Truppeneinführung ist das Jahr 2025. Dabei wird das Programm laut Experten als „dringend erforderlich“ eingestuft – das heißt: die Genehmigungsverfahren sind vereinfacht, Gelder werden außerplanmäßig bereitgestellt.

    Vom ersten Muster an soll die B-21 mit allen Komponenten ausgerüstet sein, die für den Einsatz als Atomwaffenträger nötig sind. Doch sollen die nuklearfähigen Bomber laut der Zeitung in den ersten Jahren nach der Indienststellung nicht als strategisches Waffensystem zertifiziert werden.

    Damit würde das New-START-Abkommen bei den neuen Bombern der US Air Force nicht greifen. Das Abkommen sieht vor, dass Russland und die USA die Zahl ihrer nuklearfähigen Trägersysteme verringern. Die US-Luftwaffe will 80 bis 100 B-21-Bomber beschaffen, schreibt die Zeitung. Alles Atombomber außerhalb von Abrüstungsverträgen.

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    Ortung, Russland, Russland, US Air Force USAF, strategische Luftwaffe, strategisch, Waffensysteme, Indienststellung, Experten, Entwurf, Konkurrenz, Pentagon, Pentagon, US-Kongress, Radar, Konstruktion, Stealth-Bomber, Northrop Grumman, Northrop, Entwicklung, Flugzeuge, Flugzeug, Flugkörper, Luft-Boden-Rakete, Gegenwirkung, durchbrechen, Flugabwehrkomplexe, Flugabwehrsystem, Territorium, USA, Angriff, Überraschung, Vergeltung, Pearl Harbor, US-Luftwaffe, Atomwaffenarsenal, Atomwaffen, B-2, Bomber B-52 Stratofortress, Bomber B-52, Kampfjet, Tarnkappenbomber B-21 Raider, B-21 Raider, B-21, Zukunft, Bomber