Widgets Magazine
17:18 23 September 2019
SNA Radio
    Russischer Kampfjet Su-57 (Archiv)

    Wenn Multitalent, dann richtig: Kampfjet Su-57 wird zum Schiffsjäger

    © Sputnik / Ewgenij Bijatow
    Technik
    Zum Kurzlink
    81015
    Abonnieren

    Russlands Militärführung besuchte diese Woche Rüstungsbetriebe jenseits des Urals, die direkt oder als Zulieferer an der Serienfertigung der Su-57 beteiligt sind. Der russische Kampfjet soll auch für den Einsatz gegen Seeziele gerüstet werden, erklärte ein Vize-Verteidigungsminister bei der Dienstreise. Die Zeitung „Rossijskaja gaseta“ berichtet.

    Das Flugzeugwerk des Suchoi-Konzerns im fernöstlichen Komsomolsk am Amur ist für den russischen Vize-Verteidigungsminister Alexei Kriworutschko von besonderem Interesse. Dort wird die Su-57 endmontiert. Der Beamte war vor Ort und erklärte, die Serienfertigung der Maschine werde planmäßig verlaufen, davon gehe er aus. Sputnik berichtete.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Bomber B-21 „Raider“: Atomwaffenträger außerhalb von Abrüstungsverträgen<<<

    Weiter westlich, in der Oblast Swerdlowsk, besichtigte der Vize am 30. Mai einen Ausrüster und Raketenentwickler: die Firma UPKB, auch bekannt als Konstruktionsbüro „Detal“. Dort informierte sich Kriworutschko über die Möglichkeiten, Waffensysteme für die Su-57 zu entwickeln.

    Su-57-Kampfjet (Archiv)
    © Sputnik / Alexej Kudenko

    UPKB stellt Ortungs-, Navigations- und andere wichtige Bordsysteme für unbemannte Fluggeräte und Satelliten her. Das ist beim Thema „Su-57“ wichtig, denn die Ausrüstung der russischen Technologiefirma wird vor allem wegen hoher Zuverlässigkeit geschätzt, schreibt die Zeitung.

    Außerdem: Aktive Suchköpfe für Luft-Luft-Raketen, mit denen nahezu alle russischen Kampfflugzeuge und -hubschrauber bewaffnet werden, zählen auch zum Portfolio von UPKB. Und: Die Antischiffsrakete Ch-35 wird auch dort gebaut. Mit diesem Flugkörper werden Schiffsabwehrsysteme „Bal“ bestückt, die entlang russischer Küstengewässer stationiert sind.

    >>>Mit schwerem Feuerhagel: Russland bekämpft Panzertechnik in Syrien<<<

    Das erklärt das Interesse des Vize-Ministers am Technologieausrüster im Zusammenhang mit der Su-57. Der Kampfjet soll womöglich eine Antischiffsrakete mit aktivem Zielsuchkopf bekommen, sagte Kriworutschko beim Firmenbesuch.

    Die erste Serien-Su-57 kommt Ende dieses Jahres zur russischen Luftwaffe. Danach sollen Russlands Luftstreitkräfte in kurzer Zeit 15 weitere baugleiche Kampfjets erhalten. Präsident Putin hat Mitte Mai erklärt, demnächst werde ein Vertrag für die Beschaffung von 76 Jagdflugzeugen dieses Typs unterzeichnet. Damit würden drei Geschwader der russischen Luftwaffe ausgestattet. Es sei gelungen, die Stückkosten der Su-57 um 20 Prozent zu senken.

    Laut der Zeitung ist es geplant, ab 2023 Kampfjets Su-57 mit neuen Motoren an die russischen Luftstreitkräfte auszuliefern. Das sog. Erzeugnis-30, ein Triebwerk der zweiten Etappe, soll die Maschinen zur Überschall-Marschgeschwindigkeit ohne Nachbrenner befähigen.

    Außerdem soll die Su-57 künftig als Trägerplattform für die Hyperschallrakete R-37M mit ultralanger Reichweite dienen, erklärte das Management des russischen Raketenherstellers KTRV (Tactical Missiles Corporation).

    >>>Andere Sputnik-Artikel: „Starke Faust im Luftkrieg“: Experte zur Serienfertigung des Kampfjets Su-57<<<

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Hyperschallrakete, Überschall, Triebwerk, Putin, Luftstreitkräfte Russlands, Kampfflugzeug, Luft-Luft-Raketen, Satelliten, Fluggeräte, Entwicklungen, Raketen, Waffensysteme, Alexej Kriworutschko, Suchoi, Kampfschiffe, Jagdflugzeug Su-57, Su-57, Su-57, T-50-Kampfjet, Kampfjets, Kampfjet, Russland