19:43 28 Oktober 2020
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    Kosmonaut Sergej Krikaljow, der Exekutivdirektor des Bereichs Bemannte Flugprogramme der russischen Staatskorporation Roskosmos, hat auf einer Pressekonferenz beim Medienhaus Rossiya Segodnya über körperliche Unbehagen, darunter Gehörprobleme, berichtet, die bei Kosmonauten nach dem Einsatz an Bord der Raumstation ISS auftreten können.

    Krikaljow ging auf das Thema Berufskrankheiten ein. „Jetzt wird mit technischen Mitteln gegen das Problem des erhöhten Lärms in der Raumstation gekämpft. Es werden modifizierte Belüftungsgeräte und zusätzliche Lärmschutzausrüstungen installiert“, so Krikaljow. Er gab zu, dass sich manche Kosmonauten nach Raumflügen über Gehörprobleme beschwert hätten. Dies sei allerdings mit der alten Technik vorgekommen, die wirklich geräuschvoll gewesen sei, fügte Krikaljow hinzu.

    Er selbst habe bei seinen Einsätzen an Bord der ISS veraltete Belüftungsgeräte gegen geräuschlose ausgewechselt, erinnerte der Kosmonaut.

    Wie der Direktor des Instituts für medizinisch-biologische Probleme, Oleg Orlow, dazu äußerte, werden Kosmonauten mit gesundheitlichen Besonderheiten immer öfter für Raumflüge zugelassen. Lockere Anforderungen an den gesundheitlichen Status der ISS-Crewmitglieder erlaubten es, Wissenschaftler und Ingenieure in den Weltraum zu schicken, so Orlow.

    Laut Krikaljow sind heute hochqualifizierte Fachleute gefragt, deshalb würden heute individuelles Herangehen und ausführlichere Untersuchungen im Bereich Weltraummedizin vielfach angewandt.

    Am heutigen Tag hat eine neue Auswahl von Kandidaten für die Kosmonauten-Abteilung begonnen, die bis zum 1. Juni 2020 dauern wird.

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    Tags:
    Institut für medizinisch-biologische Probleme, Russland