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01:27 22 September 2019
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    „Zum dienstlichen Gebrauch“: Daten zu Russlands Orbitalgruppierung ab nun vertraulich

    © Sputnik / Sergej Mamontow
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    Der Chef der russischen Weltraumorganisation Roskosmos, Dmitri Rogosin, hat per Verfügung sämtliche Informationen zum aktuellen Status der russischen Satelliten-Orbitalgruppierung in die Kategorie „Zum dienstlichen Gebrauch“ eingeordnet. Das erfuhr Sputnik von zwei Insider-Quellen.

    „Laut der Verfügung gehören Angaben technischen Charakters, darunter zu Starts und zum Status der Orbitalgruppierung, zu den dienstlichen Informationen mit beschränktem Anwendungsbereich“, sagte ein Gesprächspartner der Agentur.

    Seine Worte wurden von einem anderen Gesprächspartner bestätigt. „Es wird die Übermittlung bzw. die Verbreitung jeder Information dieser Art mittels drahtloser Technologien, via Fax und E-Mail sowie im Mobilfunk- und Fernsprechverkehr wie auch in sozialen Netzwerken verboten“, sagte die Quelle.

    Die beiden Gesprächspartner präzisierten, dass der genannte Erlass auf den 4. März datiert sei und jetzt immer noch an die strukturmäßigen Bereiche der Raketen- und Weltraumbranche übermittelt werde.

    Das Verbot gelte auch für die Tätigkeit der Pressedienste der brancheeigenen Betriebe, die ab nun keine zusätzlichen Informationen, etwa zu Raketenstarts oder zur Intaktheit von Weltraumgeräten, die nicht mit Roskosmos abgestimmt sind, an Medien weitergeben dürfen.

    Roskosmos leitet nur den Einsatz von Weltraumgeräten mit doppelter oder ziviler Zweckbestimmung, während die Militärgruppierung in die Kompetenz der Luft- und Weltraumkräfte Russlands gehört.

    Zuvor hatte der Roskosmos-Chef mitgeteilt, dass die russische Orbitalgruppierung nach dem Stand vom Jahr 2018 insgesamt 156 Weltraumgeräte, davon 91 mit ziviler Zweckbestimmung, umfasse.

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