13:52 16 Dezember 2019
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    Flugzeugprojekt „A321XLR“ von Airbus (Studie)

    Airbus provoziert Boeing mit neuem Langstreckenjet

    © Foto : AIRBUS S.A.S. 2019
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    Airbus will Boeing beim Bau eines neuen Langstreckenfliegers überholen und hat den „A321XLR“ für 2023 angekündigt. Das Flugzeug soll bis zu 8700 Kilometer zurücklegen können und bis zu 30 Prozent Treibstoff im Vergleich zu einer Boeing 757 sparen können. Boeings Langstreckenjet NMA ist für 2025 geplant.

    Gelingt dem Flugzeugbauer Airbus ein Coup? Der Konzern hat angekündigt, schon 2023 einen neuen Langstreckenflieger auf den Markt zu bringen – zwei Jahre vor dem Konkurrenten Boeing.

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    Auf der „Paris Airshow“ am Montag hat der europäische Flugzeugbauer Airbus den neuen Langstreckenjet „A321XLR“ vorgestellt. Dieser soll nach Angaben von Airbus bereits 2023 auf den Markt kommen und würde dem Unternehmen im Wettbewerb mit Boeing einen Vorsprung verschaffen, der ebenfalls ein neues Flugzeug für dieses Segment baut.

    Der neue Jet soll eine Langstreckenversion des erfolgreichen Vorgängers A321neo sein und Strecken bis zu 8700 Kilometer zurücklegen können. Damit wären etwa Direktflüge von Frankfurt am Main nach Wladiwostok möglich. Die Reichweite soll die bisherige Langstreckenversion A321LR um 15 Prozent übertreffen. Christian Scherer, Verkaufschef des Unternehmens, stellt in Paris auch einen direkten Vergleich mit der Konkurrenz an: „Verglichen mit bisherigen Flugzeugen wie der Boeing 757, die solche Strecken typischerweise fliegen, spart die ‚A321XLR‘ rund 30 Prozent an Treibstoff und CO2-Ausstoß ein“, teilte er mit.

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    Einen ersten Kunden gibt es bei Airbus auch schon in Sicht. Es handelt sich dabei um das Unternehmen „Air Lease Corporation“, eine Flugzeugfinanzier, das eine Bestellung von über 27 der neuen Flieger in Auftrag gegeben hat.

    Auch Boeing baut an einem mittelgroßen Jet, die „New Midsize Aircraft“ (NMA), die inoffiziell auch schon als Boeing 797 bezeichnet wird. Von der Größe her soll der Flieger zwischen den Mittelstrecken- und Langstreckenjets liegen. Im Unternehmen geht man bislang davon aus, dass die Maschine bis 2025 fertig sein soll. An erster Stelle steht derzeit beim US-Flugzeugbauer aber die Aufarbeitung der Krise, die zwei tödliche Abstürze des Mittelstreckenjets 737 Max ausgelöst haben.

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    vr/sna

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    Tags:
    Abstürze, CO2-Emissionen, Treibstoffverbrauch, Treibstoff, Reichweite, Boeing 737 Max, Konkurrenzkampf, Marktkonkurrenz, Konkurrenz, Flugzeuge, Boeing, Airbus