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08:38 17 Juli 2019
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    Russischer Hersteller von Anti-Virus-Software „Kaspersky“

    Kaspersky tritt der Deutsch-Russischen Digitalisierungsinitiative GRID bei

    © Sputnik / Ramil Sitdikow
    Technik
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    Natalia Pawlowa
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    Der weltbekannte Anbieter im Bereich Cyber-Sicherheit Kaspersky tritt der Deutsch-Russischen Initiative für die Digitalisierung der Wirtschaft (GRID) bei. Als erstes IT-Unternehmen mit langjähriger Cybersecurity-Erfahrung will Kaspersky damit Lösungen für den Schutz von Daten und Prozessen einbringen.

    Kaspersky ist seit Jahrzehnten im Bereich Cyber-Sicherheit ein wichtiger Anbieter. Besonders die Anti-Virus-Software des Konzerns wird weltweit genutzt. Seine Produkte schützen über 400 Millionen Heimcomputer und 270.000 Firmennetzwerke in 200 Ländern.

    Die Initiative führt die Stärken der deutschen und russischen Wirtschaft auf dem Gebiet digitaler Zukunftstechnologien zusammen. Kaspersky will die deutsch-russische Zusammenarbeit gemeinsam mit den 13 GRID-Mitgliedern in den Bereichen Industrie 4.0 und Cybersecurity vertiefen. Andrei Bulay, Leiter des Pressedienstes von Kaspersky Lab in Russland und in der GUS, sprach darüber in einem Sputnik-Interview.

    Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich der deutsch-russischen Initiative anzuschließen?

    Kaspersky Lab ist seit 2017 Mitglied des Ostdeutschen Wirtschaftskomitees. Die GRID-Initiative (Deutsch-Russische Initiative zur Digitalisierung der Wirtschaft) habe ich in der Arbeitsgruppe Digitalisierung kennengelernt. In Deutschland arbeiten wir aktiv im Bereich von Industrie 4.0, den digitalen Lösungen für die industrielle Fertigung. Kaspersky hat mehr als 10.000 Firmenkunden im Land, sowohl bei mittelständischen Unternehmen als auch bei großen Unternehmen, den GRID-Mitgliedern.

    Es geht um die Einführung fortschrittlicher Informationstechnologien in komplexen industriellen Systemen. Kaspersky Lab wird das erste Unternehmen innerhalb der GRID-Initiative sein, das sich auf Cybersecurity spezialisiert. Worin genau besteht die Teilnahme von Kaspersky Lab an der Deutsch-Russischen Initiative?

    GRID vereint Unternehmen mit unterschiedlichen Spektren und Kompetenzen. Einige von ihnen haben ihren Schwerpunkt in den Produktionsprozessen, andere in den digitalen Lösungen. Wenn wir über die Zukunft der Wirtschaft sprechen, über ihre Digitalisierung, dann meinen wir die Verschmelzung der traditionellen physischen Welt mit der Cyberwelt - das sind die sogenannten cyber-physischen Systeme. Sie stellen Produkte online her und benötigen Schutz. Kaspersky Lab ist führend auf dem Gebiet der Informationssicherheit. Dank unserer Erfahrung und unserer Datenbank im Bereich der Informationssicherheit, dank unserem Verständnis der Bedrohungsvektoren, können wir cyber-physische Systeme schützen.

    Um welche Bedrohungen, die Kaspersky Lab abwenden kann, geht es in diesem Fall?

    Es kommt darauf an. Industrielle Systeme, Unternehmen und Organisationen, die häufig ans Internet angeschlossen sind, können potenzielle Ziele und Opfer von Cyberangriffen sein. Diese Systeme müssen geschützt werden. Wir beschäftigen uns seit über 22 Jahren mit diesem Problem und haben ausreichend Erfahrungen gesammelt. Derzeit arbeiten wir mit Unternehmen wie Siemens zusammen, das auf dem russischen Markt bekannt ist und auch Mitglied der GRID-Initiative ist. Wir machen diese Arbeit seit vielen Jahren und die Teilnahme an der GRID-Initiative gibt uns die Möglichkeit, neue Ziele zu erreichen.“

    Welche Perspektive hat Kaspersky auf dem deutschen Markt und mit welchen Unternehmen arbeiten Sie bereits zusammen?

    Kaspersky Lab ist auf dem deutschen Markt bereits weit präsent. Für die Zukunft sehen wir ein großes Potenzial für den Schutz von Systemen im Bereich CII-Objekte (Critical Information Infrastructure) sowie von unbemannten Fahrzeugsystemen, die für uns heute nicht nur ein Diskussionsthema, sondern auch ein Thema für eine enge Zusammenarbeit darstellen. Wir arbeiten auch aktiv daran, Kontakte im Bereich der industriellen Cybersicherheit mit anderen Unternehmen, auch mit den GRID-Mitgliedern, auszubauen. 

    (Ende des Interviews)

    Zusammen mit Kaspersky trat auch der deutsche Recyclingkonzern Remondis zur GRID-Initiative bei. Als Deutschlands größtes und auch weltweit eines der führenden Unternehmen für Kreislaufwirtschaft und Recycling ist die Firma als regionaler Operator für die Abfallwirtschaft in der russischen Republik Mordowien aktiv.

    „Der Beitritt von zwei weltbekannten Unternehmen zur GRID zeigt, dass die Wirtschaft in Deutschland und Russland trotz aller politischen Spannungen und Diskussionen über Hackerangriffe erfolgreich zusammenarbeitet“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), Matthias Schepp, auf der Beitrittszeremonie im AHK-Büro in Moskau. 

    Die Deutsch-Russische Initiative für Digitalisierung der Wirtschaft (German-Russian Initiative for Digitalization of the Economy, GRID) vereint 13 Unternehmen, darunter Siemens, SAP, Bosch und die Volkswagen Group sowie die Deutsch-Russische AHK und den Ost-Ausschuss - Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft – auf deutscher Seite. Auf der russischen Seite sind es die Skolkovo Foundation, Rostelekom, Zyfra, Sinara Group, Rostech, TMK und der russische Unternehmerverband RSPP.

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    Tags:
    Schutz, Initiative, Cyberraum, Unternehmen, Internet, Internet, IT, Sicherheit, Deutschland, Russland, Digitalisierung, Jewgeni Kaspersky, Kaspersky Lab, Kaspersky-Labor