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08:47 15 Oktober 2019
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    Drohne mBPW-37 („Brise“) bei der Übung der Rettungsdienste

    KI unserer Drohnen ist unter Kontrolle – russischer Hersteller

    © Foto: Radar MMS
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    Weltweit gibt es vorläufig kein Gerät mit den gleichen Abmessungen bzw. dem Gewicht wie jenes, das auf der Rüstungsmesse „Army-2019“ vom Petersburger Betrieb „Radar MMS“ präsentiert wurde.

    Bestückt mit Radar, Magnetometer und optoelektronischem System zugleich, stellt es ein ganzes KNN-basiertes Recherchesystem dar. Diese KI an Bord einer Drohne ist lernfähig.

    Die Frage, ob eine solche Intelligenz selbständig, unabhängig vom Menschen handeln kann, beantwortete der Geschäftsführer des Unternehmens, Iwan Anzew, im Sputnik-Intrview negativ. „Wir kontrollieren die KI unserer unbemannten Flugsysteme vollständig. Sie führen Such- und Rettungseinsätze durch, wie etwa der 45 Kilogramm schwere Quadrokopter mBPW-37 („Brise“), der bis zu 12 Kilogramm Nutzlast aufnehmen kann, und zwar Digitalfoto- und Fernsehkameras sowie eine Infrarotkamera, ein Gamma-Dosimeter, einen Luftgütesensor sowie ein Laser-Methanspürgerät.“

    Geschäftsführer von dem Petersburger Betrieb „Radar MMS“  Iwan Anzew an der Drohne mBPW-37 („Brise“)
    © Sputnik / Nikolaj Jolkin
    Geschäftsführer von dem Petersburger Betrieb „Radar MMS“ Iwan Anzew an der Drohne mBPW-37 („Brise“)

    Die Drohne ist für eine Flugdauer von bis zwei Stunden ausgelegt. Sie wird zur Entdeckung gesunkener Objekte verwendet, etwa von Motorbooten oder Schiffen, und kann mit dem Magnetometer von magnetischen Anomalien Bodenschätze, sogar Erdölvorkommen finden, Seenotrettungsflüge ausführen und robotergestützte Rettungsflöße abwerfen, die vom selben Unternehmen entwickelt wurden. „Sie wird auf See abgeworfen“, erklärt der Ingenieur, „findet die Person selbständig, nähert sich ihr und bläst das Floß auf; so kann sich der Mensch retten.“

    Die Drohne eignet sich für den Betrieb bei allen Wetterverhältnissen, rund um die Uhr.

    „Weder Regen noch Schnee oder selbst Sturm können unser Ortungsgerät stören“, so Anzew. „Es kann auch Lasten befördern, etwa Medikamente. Es wird ein Behälter daran befestigt und an der erforderlichen Stelle abgeworfen. Dies ist in schwer zugänglichen Gegenden wichtig.“

    Daneben ist ein größerer, 500 Kilogramm schwerer Apparat ausgestellt, der bis zu 180 Kilogramm Last drei bis vier Stunden lang in eine Entfernung von bis zu 500 Kilometern befördern kann.

    In diesem Jahr sind auf der Messe „Army-2019“ mehrere hundert Drohnen zu sehen. Es sind Aufklärungs-, Rettungs- und Kampfgeräte – von Riesengeräten, die ein richtiges Gefecht führen können, bis hin zu kleinen Aufklärungsdrohnen, den Nano-Quadrokoptern. „Radar MMS“ produziert Drohnen, die sowohl im Militär- wie im Zivilbereich Anwendung finden. Sie eignen sich insbesondere für die Luftüberwachung größerer Bereiche der Erd-, Wasser- und Eisoberfläche in schwer zugänglichen Gegenden, aber auch, um Brandherde, beschädigte Abschnitte von Hochspannungsleitungen und Pipelines, Grenzen von Überschwemmungsgebieten und sogar Orte des Forstdiebstahls und der Ansammlung von Fischschwärmen in einem Fanggebiet zu lokalisieren.

    Laut der Erklärung von Industrieminister Denis Manturow auf der Messe „Army-2019“ machen die zivilen Erzeugnisse schon jetzt 21 Prozent der Produktion der Rüstungsindustriebetriebe aus, während ihr Anteil 2030 die Hälfte der gesamten Produktionsmenge erreichen und somit der Auftrag des Präsidenten Putin erfüllt sein werde.

    Die russische Mediengruppe Rossiya Segodnya ist die offizielle Informationsagentur von Army-2019. Sputnik ist Informationspartner der Messe, die seit 2015 jährlich stattfindet.

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    Drohne, Russland, Messe, Rüstung