15:19 06 April 2020
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    Die Bundeswehr soll nach einem Medienbericht einen gebrauchten Laptop verkauft haben, auf dem noch vertrauliche Informationen waren. Dabei handelt es sich um die als „Verschlusssache - Nur für den Dienstgebrauch” eingestufte Bedienungsanleitung für den Raketenwerfer „Mars”. Dies teilte die „Süddeutsche Zeitung” mit.

    Anscheinend sei die Festplatte vor dem Verkauf nicht gelöscht worden. Das Verteidigungsministerium teilte der Zeitung mit, aus der Beschreibung des Raketenwerfers könnten „keine kritischen Erkenntnisse abgeleitet werden”.

    Vier gebrauchte Laptops

    Dem Bericht zufolge hatte der Käufer, ein oberbayerischer Förster, auf dem Online-Marktplatz Ebay 2018 von der Verwertungsgesellschaft des Bundes (Vebeg) vier gebrauchte Laptops ersteigert. Auf einem davon war demnach noch das Betriebssystem installiert, und durch Eintippen des letzten Benutzernamens als Passwort ließ es sich entsperren. Im März meldete er seinen Fund dem Ministerium.

    Ungelöschter Festplatte

    Dieses erklärte der „Süddeutschen”, man habe die Verwertung von IT-Geräten nach der Beschwerde des Försters einer „genauen Prüfung unterzogen” und festgestellt, dass 2016 ein weiterer Rechner mit ungelöschter Festplatte über die Verwertungsgesellschaft verkauft worden sei. Ob darauf ebenfalls vertrauliche Daten gewesen seien, lasse sich nicht mehr feststellen. Der Zeitung zufolge leitete das Ministerium einen Rückkauf der Geräte über die Vebeg ein. Der Förster hat demnach eines zurückgegeben, aber drei noch im Besitz.

    ai/dpa

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    Tags:
    Vertraulichkeit, Laptop, Bundeswehr