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    Start der russischen Trägerrakete Sojus-2.1b mit dem Wettersatelliten Meteor-M und 32 kleineren Satelliten an Bord vom Weltraumbahnhof Wostotschny , 05. Juli 2019

    Bayern schickt größten eigenen Uni-Satelliten von Russland aus ins All

    © Sputnik / Sergej Mamontow
    Technik
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    Der von Forschern der Universität-Würzburg entwickelte Nanosatellit „Sonate“ ist am vergangenen Freitag erfolgreich vom russischen Weltraumbahnhof Wostotschny ins All gestartet und kreist in 530 Kilometern Höhe um die Erde. Vom Kontrollzentrum in Würzburg aus soll er neueste Technik im Orbit testen, meldet der Bayerische Rundfunk am Montag.

    „Sonate“ ist der jüngste Nanosatellit der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg, so die Meldung. Der Satellit ist knapp vier Kilogramm schwer, 31 Zentimeter lang und damit der größte Satellit, der bisher von einer bayerischen Uni entwickelt wurde. Das Satelliten-Projekt der Würzburger Forscher hat rund drei Jahre für Vorbereitung und Bau in Anspruch genommen.

    Laut Angaben der Universität sind in dem Fluggerät insgesamt neun leistungsfähige Bordrechner verbaut, die für einen autonomen und sicheren Betrieb im Weltraum sorgen sollen.

    Die wichtigste Ausstattung ist eine in Würzburg entwickelte Kamera. Ihre Aufgabe ist es, selbstständig kurzzeitige Leuchterscheinungen in der Atmosphäre aufspüren, wie zum Beispiel Meteore oder Weltraumschrott, die in der Atmosphäre verglühen.

    Laut Hakan Kayal, Professor für Raumfahrttechnik an der Uni-Würzburg und seinem Projektleiter Oleksii Balagurin, ist die Mission von Sonate, „unter realen Bedingungen im Weltraum neue Technologien für die Steigerung der Autonomie von Nanosatelliten zu erproben“.

    Universitätspräsident Professor Alfred Forchel gratulierte dem Würzburger Forscher- und Technikteam zum erfolgreichen Satellitenstart: „Der Start von Sonate ist ein großer Erfolg für unsere Universität. Ich danke Professor Kayal und allen Beteiligten für ihre herausragenden Leistungen“.

    Dabei hat die Uni bereits Erfahrungen mit Nanosatelliten: Erst Ende Dezember wurde „UWE 4“ ins All geschossen.

    Neben der Julius-Maximilians-Universität leistet auch die Technische Universität München enorme Arbeit auf dem Gebiet der Weltraumtechnik. Diese Entwicklung ist in Bayern unter anderem auch politisch motiviert.

    Wie das Portal der Merkur-Zeitung berichtete, hatte der Ministerpräsident des Freistaates, Markus Söder, 2018 die Schaffung eines eigenen bayerischen Raumfahrtprogramms angekündigt, um die Entwicklung unbemannter Flugkörper voranzutreiben.

    Söder zufolge sollte die Raumfahrt wieder zu einer bayerischen Schlüsseltechnologie werden. In diesem Zusammenhang hatte der amtierende CSU-Chef Anfang vergangenen Jahres bereits konkrete Pläne für das Raumfahrtprogramm „Bavaria One“ vorgestellt.

    Laut Angaben soll „Bavaria One“ etwa in den Bereichen Erdbeobachtung und Quantensensorik ansetzen sowie Forschung, Entwicklung und Produktion von Komponenten für die Raumfahrt stärken. Dazu zählen beispielsweise der Triebwerksbau, Verbundwerkstoffe und Strukturdesign für Raketen.

    am/gs

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    Tags:
    Markus Söder, Satellit, Russland, Bayern