20:30 28 März 2020
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    Die Lieferung von S-400-Komplexen Triumph nach Indien wird laut dem stellvertretenden Direktor des russischen Föderalen Dienstes für militärtechnische Zusammenarbeit, Wladimir Droschschow, im Jahr 2020 beginnen.

    Geplant ist auch, dass Neu Delhi bei Moskau Flugzeuge Su-30MKI sowie Kalaschnikow-Sturmgewehre AK-203 erwerben wird. Darüber hinaus werden sich die beiden Länder am Bau eines U-Bootes der Amur-Klasse beteiligen.

    Wie die Agentur Bloomberg zuvor unter Berufung auf eigene Quellen mitgeteilt hatte, haben sich Indien und Russland darauf verständigt, die Verrechnungen für die Lieferung von S-400-Komplexen anhand eines besonderen Mechanismus zu leisten, der die Nutzung der nationalen Währungen der beiden Länder vorsieht.

    Der Deal im Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar war im Oktober 2018 geschlossen worden. Laut Vertrag sollen insgesamt fünf S-400-Abteilungen nach Indien gebracht werden. Wie der Erste Stellvertreter des indischen Verteidigungsministers, Shripad Naik, am 17. Juli sagte, sollen die Lieferungen von S-400-Abwehrsystemen zum April 2023 abgeschlossen werden.

    Laut dem Experten des Instituts für Rüstungsforschungen in Neu Delhi, Amit Cowshish, sei Indien trotz der Drohung Washingtons, Sanktionen zu verhängen, nicht gewillt, auf den Erwerb von S-400 zu verzichten.

    „Die USA treiben sich selbst in die Ecke, indem sie Sanktionen gegen chinesische Strukturen verhängt und der Türkei das Gleiche angedroht haben. Denn Indien wird kaum auf diese Druckausübung reagieren“, so Cowshish.

    Wie Bloomberg berichtet, will Neu Delhi Washington dazu überreden, ausnahmeweise keine Sanktionen zu verhängen.

    ls/mt

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    Tags:
    Bloomberg, Russland, Indien