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10:48 19 September 2019
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    Der Kampfhubschrauber deutscher Bundesluftwaffe vom Typ Eurocopter Tiger (Archivbild)

    Neue Probleme bei Bundeswehr: Flugbetrieb aller verfügbaren „Tiger”-Hubschrauber wird ausgesetzt

    © AFP 2019 / JOHN MACDOUGALL
    Technik
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    Die Bundeswehr kämpft weiter mit technischen Mängeln bei der Hubschrauberflotte. Nach einer entsprechenden Warnung der Industrie darf vorerst kein „Tiger”-Hubschrauber mehr starten.

    Die Bundeswehr hat aus Sicherheitsgründen den gesamten Flug- und Übungsbetrieb der hochmodernen Kampfhubschrauber „Tiger” eingestellt.

    Die Bundeswehr erklärte diesen Schritt mit einer „Mitteilung aus der Industrie“, die vor Mängeln in bestimmten Bolzen gewarnt habe.

    Konkret gehe es um ein wichtiges Bauteil für die Rotorsteuerung, dieses könnte einen Materialfehler aufweisen.

    Manche dieser Bauteile aus Titan weisen laut dem Hersteller Airbus Helicopters möglicherweise eine Wasserstoffversprödung auf und könnten während des Flugs brechen.

    Im schlimmsten Fall könnte laut Insidern ein Bruch dieser Teile während des Fluges zum Absturz des Hubschraubers führen.

    Alle 53 „Tiger” müssen am Boden bleiben

    Damit müssen alle 53 „Tiger“-Kampfhubschrauber zunächst am Boden bleiben. Erst wenn jeder einzelne von ihnen „gründlich überprüft“ sei, könne dieser Schritt aufgehoben werden.

    Hierzu soll auch der sogenannte „Flugsicherheitsausschuss“ am morgigen Donnerstag zu dem Thema tagen.

    Der „Tiger“-Hubschrauber wurde von Airbus entwickelt und wird seit Ende 2003 an die Armeen von Deutschland, Frankreich, Spanien und Australien ausgeliefert.

    Der „Tiger“ ist auf den Luftkampf gegen Panzer und andere Hubschrauber spezialisiert.

    Probleme schon früher aufgetaucht

    Probleme mit diesem Bauteil hatte es dabei schon früher gegeben. Am 2. August hatte das Heer wegen der Warnung eine sofortige Sperrung aller Helikopter veranlasst. In Bundeswehrkreisen war von einer Sicherheitsmaßnahme die Rede.

    Nach einer Überprüfung wurde zudem festgestellt, dass das offensichtlich mangelhafte Bauteil nicht nur im „Tiger”, sondern auch im Transporthubschrauber NH90 und im Schulungshubschrauber EC135 stecken könnte.

    Da es dort jedoch „nicht an sicherheitsrelevanten Stellen” verbaut sei, laufe der Flugbetrieb mit beiden Helikoptern vorerst weiter, hieß es bei der Bundeswehr.

    ng/mt

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    Tags:
    Mängel, Probleme, Hubschrauber, Bundeswehr, Kampfhubschrauber „Tiger, Tiger