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05:53 20 Oktober 2019
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    Aufnahme des Mondes

    Luna-28: Teilnahme Deutschlands an russischer Mondmission möglich?

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    Laut Angaben der russischen Weltraumbehörde Roskosmos vom Samstag erörtern Russland und die Bundesrepublik derzeit die Teilnahmemöglichkeit von deutschen Spezialisten an der von Moskau geplanten Mission zur Beschaffung von Mondgestein.

    Dieses Gespräch fand im Rahmen des Besuches einer Roskosmos-Delegation im „Deutschen Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt“ (DLR) in Köln vom 5. bis 9. August statt. Auch eine für 2027 geplante Mondmission der Russen stand dabei auf der Tagesordnung.

    Bei der Mission „Luna-28“ ist in knapp acht Jahren ein Flug mit der gleichnamigen russischen unbemannten Landestation zum Mond geplant. Die vollautomatische Raumfähre, die noch gebaut wird, soll Gesteinsproben von dort zur Erde befördern, so Roskosmos.

    Zu der möglichen Teilnahme Deutschlands an dieser Mission heißt es von der russischen Weltraumbehörde: 

    „Es wurde die Teilnahmemöglichkeit der deutschen Seite an der russischen Mission ‚Luna-28‘ erörtert und es wurde den (deutschen – Anm. d. Red.) Kollegen eine Einladung zur ausführlichen Diskussion des im Rahmen dieser Mission gegenwärtig ausgearbeiteten technischen Angebots (für das DLR – Anm. d. Red.) am Institut für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften ausgesprochen.“

    Die Europäische Weltraumorganisation ESA ist dagegen in die russische Bohrungsmission „Luna-27“ auf dem Mond involviert. ESA werde Roskomos 2024 Lande-und Bohrgeräte für die Raumfähre „Luna- 27“ liefern, die unter anderem diverse Oberflächenproben des Mondes entnehmen soll.

    Russland verfolgt hochgesteckte Ziele bei der Monderforschung. Unter anderem ist die Gewinnung von Bodenschätzen auf dem Mond geplant.

    So sollen nach den erwähnten Luna-Missionen zu diesem Zweck mehrere Weltraumgeräte zum Erdsatelliten geschickt werden.

    Bei diesen soll es sich offenbar um eine Raumfähre zum Gütertransport, um ein schweres Mondfahrzeug zur Gewinnung von Bodenschätzen und um Baumodule für eine Mondstation handeln.

    awm/sb

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    Institut für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften, Weltraumforschung, Russland, Russland, Deutschland, Mondgestein, Mond, Mond