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    Sojus-2-Rakete startet vom Weltraumbahnhof Wostotschny

    Russische Mondrakete soll viel billiger sein als amerikanisches Pendent – Roskosmos

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    Eine superschwere Rakete vom Typ Jenissej, die für Flüge zum Mond eingesetzt werden soll, wird etwa um drei Viertel billiger sein als ihr US-amerikanisches Pendent, sagte der Chef der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, beim Jugendforum „Maschuk 2019“.

    „Wir wollen uns nicht auf einen Flug beschränken. Es geht uns darum, eine Technologie zu entwickeln, die es ermöglichen wird, den fernen Weltraum viel billiger auszubeuten, als es bei den Amerikanern der Fall ist. Nach unserer vorläufigen Einschätzung wird die russische superschwere Rakete um drei Viertel billiger sein“, so Rogosin.

    Das Projekt „Jenissej“ existiert heute nur auf dem Papier. Die Rakete soll im Rahmen eines bis ins Jahr 2030 reichenden Föderalen Zielprogramms entwickelt und gebaut werden, das von der Regierung noch nicht bestätigt wurde. Das Programm sieht ferner den Bau eines bemannten Transportraumschiffes und eines mondgestützten Start- und Landekomplexes vor. Wie Rogosin zuvor berichtete, wird die superschwere Rakete Russland 9,5 bis zehn Milliarden Euro kosten.

    Derzeit werden in verschiedenen Ländern superschwere Trägerraketen der dritten Generation entwickelt. Das sind SLS in den USA, Jenissej in Russland und Chángzhēng 9 in China. Außerdem hat das US-Unternehmen SpaceX im Jahr 2018 den Teststart einer superschweren Rakete vom Typ Falcon Heavy vorgenommen und arbeitet derzeit an einer noch schwereren Rakete vom Typ BFR. Laut dem russischen Hersteller von Raketentriebwerken – der Forschungs- und Produktionsvereinigung Energomash – bleibe Russland bei der Entwicklung der superschweren Mondrakete um drei Jahre hinter den meisten Weltraummächten zurück.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat Anfang 2018 einen Erlass über den Bau einer superschweren Rakete herausgegeben. Der erste Start soll im Jahr 2028 vom Raumbahnhof Wostotschny im Gebiet Amur (Teil der russischen Fernost-Region) erfolgen. Geplant ist der Bau eines  entsprechenden Startkomplexes.

    ls/mt

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    Tags:
    Dmitri Rogosin, USA, Russland