04:24 17 November 2019
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    Internationale Raumstation ISS

    ISS-Betreiber wollen Existenz der Raumstation um mehr als zehn Jahre verlängern

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    Die Lebensdauer der Internationalen Raumstation (ISS) kann bis zum Jahr 2030 verlängert werden, wie Sergej Krikaljow, der Exekutivdirektor für bemannte Weltraumflüge der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, am Dienstag in Pjatigorsk (Nordkaukasus) bei einem Treffen mit den Teilnehmern des Jugendforums „Maschuk“ sagte.

    „Die ISS war für 15 Jahre ausgelegt, aber schon heute gibt es die Möglichkeit, diese Frist bis zum Jahr 2020 zu verlängern. Wir haben uns schon mit unseren Partnern faktisch darauf verständigt, den Betrieb der Raumstation bis zum Jahr 2024 zu verlängern. Die Partner prüfen jetzt die Möglichkeit, die Lebensdauer der Raumstation bis zum Jahr 2028 und in der Perspektive möglicherweise auch bis zum Jahr 2030 zu vergrößern. Dafür ist aber ein Zyklus von Arbeiten notwendig, die die Möglichkeiten der Konstruktion und der Systeme der Raumstation bestätigen könnten“, so Krikaljow.

    Ihm zufolge war die für 15 Jahre ausgelegte Raumstation mit Zeitvorrat gebaut worden. Krikaljow erinnerte an die russische Raumstation Mir, die eine dreifache Frist im Weltraum gedient hatte.

    „Wir halten uns an die gleiche Ideologie wie bei der Raumstation Mir. Ihre Garantiezeit hatte fünf Jahre betragen, und niemand wusste um ihre wirkliche Lebensdauer. Während ihres Fluges wurden immer weitere Tests durchgeführt, und die Raumstation war insgesamt 15 Jahre im Einsatz“, sagte der Roskosmos-Exekutivdirektor.

    An dem ISS-Programm sind heute 14 Länder beteiligt: Russland, Kanada, die USA und Japan sowie zehn Staaten der Europäischen Weltraumagentur. Wie ursprünglich geplant war, sollte der Betrieb der Raumstation in den Jahren 2015 bis 2016 beendet werden. Doch bei einem Treffen der Teilnehmer des Programms am 4. November 2014 in Paris wurde der Betrieb der ISS bis zum Jahr 2020 verlängert. Später wurde vereinbart, dass die ISS mindestens bis zum Jahr 2024 im Orbit bleiben soll.

    ls/mt

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