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15:00 14 Oktober 2019
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    Nie wieder auf den Kellner warten: App aus Österreich nimmt Bestellungen auf

    Nie wieder auf den Kellner warten: App aus Österreich nimmt Bestellungen auf

    © Foto : Getsby
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    Künftig soll man im Restaurant sein Essen auch über eine App bestellen können. Das soll Wartezeiten verkürzen und Servicekräfte entlasten. Sputnik hat mit einem der Macher der österreichischen „Getsby“-App gesprochen.

    Ein Restaurantbesuch ist ein kleiner Ausbruch aus dem Trott des Alltags. Nicht nur der Verzehr von mitunter ausgefallenen Speisen, sondern auch die Entlastung von alltäglichen Aufgaben wie Kochen, Anrichten und Abräumen spielt hier eine Rolle. Idealerweise isst man auswärts gut und entflieht dem Stress des Alltags.

    Dieses Wunschkonzert wird aber immer wieder durch schiefe Töne der Wirklichkeit durchkreuzt, wenn ein gehetzter Kellner einen abserviert, Menüs auf den Tisch knallt und sichtlich genervt ist, wenn man zu lange für die Wahl des richtigen Gerichts braucht oder gar eine Beratung wünscht.

    Warum nicht einfach mit dem Handy bestellen?

    Das ist auch die Geschichte der „Getsby“-App, die diese Probleme in der Gastronomie angehen will: „Wir sind zu dritt in einem Lokal gesessen. Wir waren alle drei Tüftler und haben immer an verschiedenen Projekten gearbeitet. Irgendwann hat es uns am Lokal gestört, dass wir so lange gewartet haben. Da haben wir uns gedacht: Alle sitzen sie mit dem Handy am Tisch, alle drücken herum. Warum können wir nicht einfach mit dem Smartphone bestellen und auch gleich zahlen?“, erzählt Petar Iliev, einer der Gründer von Getsby, im Sputnik-Interview die Entstehung der App.

    Das Ziel der App: Wartezeiten verkürzen, Bezahlmethoden erweitern und auch dem Servicepersonal zu Stoßzeiten den Rücken stärken. Die Funktionsweise ist intuitiv:

    „Ich wähle das Lokal aus, wähle den Tisch aus, bestelle mein Schnitzel und meine Schorle und die Servicekraft bringt mir das Gericht, wie gewohnt, auf den Tisch und ich kann danach aufstehen und gehen“, so Iliev.

    Das funktioniert natürlich nur, wenn die Gastronomen sich bei Getsby anmelden: „Der Gastronom kann sich bei uns online registrieren und mit uns in Kontakt treten. Wir digitalisieren seine Speisekarte, die wird in der App abgebildet“, erklärt der Mitgründer von Getsby. Art des Betriebs, Beschreibung und Lage werden in der App dargestellt. In der Speisekarte können Produkte ausgewählt und gleich bezahlt werden. Die Bestellung selbst kommt beim Gastronomen zum Beispiel vorne an der Theke aus dem Bondrucker heraus. Damit nicht zu viele Menschen mit der App bestellen und dann am Ende doch lange auf das Essen warten müssen, kann der Gastronom ferner angeben, wie lange der Besucher voraussichtlich auf das Essen warten müsste.

    Getsby will Marktführer in Europa werden

    Die App, die bei Gastronomen auf Gefallen stoßen soll, will weit hinaus: „Unsere Vision ist es, Marktführer in Europa zu werden“, bemerkt Iliev. Auch den Servicekräften gefalle die Neuerung, denn zu Stoßzeiten nehme sie ihnen Arbeit ab, sodass sie sich mehr Zeit für die Besucher nehmen können. Auf ihr Trinkgeld müssen diese auch nicht verzichten, zumindest wenn die Nutzer den Trinkgeldbutton beachten, der im Bezahlvorgang auftaucht.

    Das Team von Getsby
    © Foto : Getsby
    Das Team von Getsby

    Datenschutz nehmen die Macher von Getsby auch ernst: „Wir sind 100 Prozent DSGVO-konform“, betont Iliev. Die Daten sollen in Deutschland in Frankfurt am Main liegen und anhand von log-Beiträgen auch ihre Sicherheit vor Angriffen geprüft werden. Gespeichert würden Daten nicht und auch auf die Bezahlmethoden habe man keine Einsicht.

    Das Interview mit Petar Iliev in voller Länge:

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    Restaurant, Österreich, App