02:59 29 Januar 2020
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    Die Beförderung ausländischer Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS ist immer eine stabile Einkommensquelle für die russische Weltraumbehörde Roskosmos gewesen. Seit Mitte der 2000er Jahre ist der Preis für die Reise mit einem Sojus-Raumschiff von 20 Millionen auf 80 Millionen US-Dollar je Person gestiegen.

    Bemannte Raumschiffe docken etwa viermal im Jahr an der ISS an. Sechs „Fahrkarten“ werden dabei an Ausländer verteilt. Hätten die Europäer auf Sojus-Flüge verzichtet, so hätte Russland fast 500 Millionen Rubel (rund 7,6 Millionen US-Dollar) im Jahr verloren.

    „Wir stellen nicht nur unsere Raumschiffe für Raumflüge bereit. Auch das Lebensunterhaltungssystem in der Raumstation stammt aus Russland. Die Amerikaner kaufen sogar sanitärhygienische Entsorgungsanlagen bei uns und bringen sie in ihren Modulen unter“, sagte der Konstrukteur für Weltraumgeräte Sergej Aleksandrow gegenüber der Zeitung „AiF“.

    „Wir unsererseits bezahlen die von den Amerikanern geleisteten Dienste – die Kommunikation zur Raumstation und die Energieversorgung unserer Module“, so Aleksandrow.

    Die USA wollen in Zukunft wieder selbst bemannte Flüge zur ISS schicken und nicht länger auf russische Sojus-Raumschiffe angewiesen sein. Seit dem Ende des Shuttle-Programms der Nasa im Jahr 2011 können Astronauten nur noch mit russischen Sojus-Kapseln zur ISS gelangen. Die Amerikaner wollen stärker auf private Raumfahrtunternehmen, darunter SpaceX von Elon Musk, setzen.

    ls/mt

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    Baikonur, Internationale Raumstation ISS, ISS, Sojus-2, Sojus, Sojus-5, Sojus-FG, Sojus-ST, Sojus-2.1v, Sojus-2.1a, Sojus-MS-11, Sojus MS-08, Sojus-MS-03, Sojus-MS-04, Elon Musk, Roskosmos, USA, Russland