06:32 20 September 2020
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    Die persönlichen Daten fast jeder einzelnen Person in Ecuador sowie die des WikiLeaks-Gründers Julian Assange sind laut zwei Sicherheitsforschern der Web-Datenschutzfirma vpnMentor geleakt worden.

    Zu der Datenpanne soll es laut einem Blog-Posting der Firma auf einem ungesicherten Server in Miami im US-Bundesstaat Florida gekommen sein. Der Server gehörte angeblich der ecuadorianischen Firma Novaestrat.

    „Die Mehrheit der Betroffenen sind wohl aus Ecuador. Obwohl die genauen Details unklar bleiben, scheint die durchgesickerte Datenbank Informationen aus externen Quellen zu enthalten. Zu diesen Quellen könnten ecuadorianische Regierungsregister, der Automobilverband Aeade und die ecuadorianische Nationalbank Biess gehören“, hieß es.

    Die Forscher deckten 18 Gigabyte durchgesickerte Information mit rund 20,8 Millionen Datensätzen auf. Zu den geleakten Personalien zählten unter anderem die nationale Identifikationsnummer, Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Geburtsort, Privatanschrift, E-Mail-Adresse, Handynummer, Familienstand, Datum der Heirat, Bildungsstand sowie die Steueridentifikationsnummer.

    Die Gesamtbevölkerung Ecuadors liegt bei 16,6 Millionen. Einige der Dateneinträge könnten daher Duplikate sein oder „Personen betreffen, die bereits verstorben sind“, so der Blog-Beitrag.

    Auch Daten von WikiLeaks-Gründer Julian Assange wurden angeblich in der Datensammlung gefunden.

    Die „Datenlücke“ konnte am 11. September geschlossen werden, die Forscher warnen jedoch, sie habe zu dauerhaften Datenschutzproblemen für die betroffenen Personen führen können.

    msch/sb

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    Tags:
    Julian Assange, Ecuador, Personalien, Daten, Datenleak, Leck