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14:09 21 Oktober 2019
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    Die russische Luftabwehrkräfte beim Manöver Zentr-2019

    Flugabwehr Next: S-500 lässt keine Hyperschallwaffe durch

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
    Technik
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    Das Flugabwehrsystem S-500 geht in der zweiten Hälfte nächsten Jahres in Serie. Das sagte Sergej Tschemesow, CEO des russischen Tech-Konzerns Rostec. Mögliche Auslandskunden der russischen Abwehrtechnik müssen sich dann aber noch einige Jahre gedulden. Die Zeitung „Rossijskaja gaseta“ berichtet.

    Führende Rüstungskonzerne statten immer die Streitkräfte ihres Landes mit neuester Technik aus, bevor sie neue Systeme ins Ausland liefern. Russische Firmen sind keine Ausnahme: In den ersten fünf Jahren nach dem Start der Serienproduktion wird das S-500-System nicht exportiert, „weil man erst die eigene Armee ausrüsten und dann Exportaufträge erfüllen muss“, sagte CEO Tschemesow laut der Zeitung.

    Das S-500, vom Raketen- und Radarspezialisten Almaz-Antey entwickelt, ist ein Flugabwehrsystem der nächsten Generation. Sein Hauptauftrag: Abwehr von ballistischen Mittelstreckenraketen. Auch vor Lenkwaffen, die mit mehr als fünffacher Schallgeschwindigkeit fliegen, soll das System schützen. Vor Flugzeugen und Drohnen sowieso. Medienberichten zufolge erreicht das S-500 sogar Ziele im nahen Weltraumbereich.

    Wichtig für das russische Militär ist, dass das S-500 sich in die Gesamtluftverteidigung des Landes integrieren lässt. Das heißt, die nächste Generation der Flugabwehrsysteme ist mit bereits vorhandener Technik kompatibel – mit dem S-400 zum Beispiel.

    Dieses Waffensystem zur Flugabwehr ist laut Tschemesow weltweit gefragt, vor allem aber in den heimischen Streitkräften. Gestern erst teilte das russische Militär laut der Zeitung mit, der Arktis-Verband auf Nowaja Semlja (russische Doppel-Insel nördlich vom Polarkreis) sei auf das S-400-System umgestellt worden. Die Umrüstung sei keine Militarisierung der Arktis-Region, sondern ein planmäßiger Vorgang zum Schutz eines strategisch wichtigen Gebiets: es würden ältere Systeme S-300 ersetzt.

    Das S-400 schützt vor Fluggeräten aller Art: vor Bombern und Kampfjets, vor ballistischen Raketen und Hyperschallwaffen. Aerodynamische Ziele erfasst das System aus 400 Kilometern, ballistische Gefechtsköpfe, die mit fast 5 Kilometer pro Sekunde fliegen, bekämpft es auf eine Distanz von 60 Kilometer.

    Dass die russischen Flugabwehrsysteme in der Arktis auch der Luftverteidigung der Nordostpassage dienen, ist kein Geheimnis. Unlängst sind 12 hochmobile Flugabwehrsysteme Tor-M2DT in der russischen Arktis-Region stationiert worden. Diese Einheit soll auf die Größe einer Brigade ausgebaut werden.

    Weitere Systeme S-400 und Panzyr-SA sind auf der Halbinsel Kola und in den Gebieten der russischen Nordperipherie stationiert. Zusammen ergeben alle diese Einheiten ein starkes Luftverteidigungsnetz für den zuverlässigen Schutz von gesamtem russischem Norden. Da kommt kein Flugzeug, keine Rakete, keine Drohne durch.

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    Tags:
    Hyperschallwaffen, Sergej Tschemesow, Raketenabwehrsystem S-400, S-300, Russland, Rostec, Raketenabwehrsystem, Luftabwehrsysteme, Luftabwehr-Raketensystem S-500