06:12 15 November 2019
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    Kampfjets des russischen Kunstflugstaffels Sokoly Rossii (deut. Falken Russlands)

    Suchoi – Tupolew – MiG: US-Portal listet Russlands beste Kampfjets

    © Sputnik / Ewgenij Biatow
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    Jeder Militärexperte, der wirklich was von seinem Fach versteht, weiß um den Kampfwert russischer Jagd- und Bombenflugzeuge.

    Das Portal „The National Interest“ nennt die besten Maschinen aus Russland. Hier sind sie:

    Su-27 +

    Kampfjet Suchoi Su-27SM
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    Kampfjet Suchoi Su-27SM

    Luftstreitkräfte rund um die Welt fliegen die Su-27, Nato-Code „Flanker“. Ehemalige Sowjetrepubliken (auch die Ukraine) setzen noch heute auf die allererste Version dieses Luftüberlegenheitsjägers. Indien und China stellen die legendäre Su-27 in Lizenz her. Aber angefangen hatte alles damit, dass die Sowjetunion auf die amerikanischen Kampfjets F-16 und F-15 angemessen reagieren musste: Seit 1985 fliegt die Su-27 im aktiven Dienst.

    Die „Flanker“ wird permanent weiterentwickelt und diversifiziert: die Su-27 als Jagdflugzeug, die Su-30 als Mehrzweckjäger, die Su-33 als trägergestützter Kampfjet. Ein besonderer Abkömmling: die Su-34 mit veränderter Zelle, speziell auf Luft-Boden-Missionen zugeschnitten, auch zur Bekämpfung von Flugabwehrstellungen und Seezielen.

    Der Höhepunkt in der Su-27-Evolution ist die Su-35. Noch wird die Maschine getestet, doch bis Jahresende will Russlands Luftwaffe die ersten Exemplare übernehmen. Die Su-35 ist als Generation 4++ perfekt. Etwas langsamer als die Vorgängerin Su-27, ist die Su-35 deutlich wendiger und „ausdauernder“: der Aktionsradius ist um 1600 km größer. In der Zelle wurden radarabsorbierende Materialien verbaut.

    Mit ihren 12 Waffenstationen und insgesamt acht Tonnen Waffenlast kann die Su-35 für jeden Einsatz speziell ausgerüstet werden: eine flexible Waffenplattform. Luft-Luft- und Luft-Bodenraketen wie die Ch-59 sind Standard.

    MiG-29

    MiG-29
    © Sputnik / Vladimir Astapkovich
    MiG-29

    Ein Luftüberlegenheitsjäger, der Geschichte schrieb. Die MiG-29 dient bis heute bei der russischen Luftwaffe und vielen Luftstreitkräften weltweit. Selbst die Nato setzte dieses Jagdflugzeug ein, nach der Aufnahme ehemaliger Mitgliedsländer des Warschauer Paktes.

    Die MiG-29 ist ein sehr dynamisches Waffensystem, dessen Aufgabenspektrum seit der Indienststellung 1983 permanent an neue Anforderungen angepasst und erweitert wurde.

    Vor allem aber ist der legendäre Jäger ein „Nahkampf“-Spezialist. Ob im Luftkampf oder bei Luft-Boden-Missionen: Die MiG-29 wirkt hauptsächlich auf kurze und mittlere Distanzen. Die Maschine ist eine Stufe kleiner als die Su-27 und kämpft in einer anderen Gewichtsklasse (das amerikanische Gegenstück ist die F-16). Doch was ihr bei Reichweite und Geschwindigkeit fehlt, macht sie mit extremer Wendigkeit wieder wett.

    Su-57

    Der russische kampfjet 5. Generation vom Typ Su-57 bei der internationalen Luftfahrtmesse MAKS 2019
    © Sputnik / Jewgenij Biatow
    Der russische kampfjet 5. Generation vom Typ Su-57 bei der internationalen Luftfahrtmesse MAKS 2019

    Der russische Allrounder der nächsten Generation und direkter Rivale der F-22 und F-35 aus den USA. Ihre Vorgängerinnen aus dem Kalten Krieg hat die Su-57 weit hinter sich gelassen, buchstäblich: der russische Kampfjet der 5. Generation erreicht 2600 km/h Spitze – Mach 2,6 in großer Höhe. Dies bei der gleichen Reichweite wie die Su-Maschinen der 4. Generation.

    Als mehrzweckfähiges Waffensystem kann die Su-57 alle Waffen ihrer Gewichtsklasse aufnehmen: Luft-Luft- und Luft-Boden-Raketen, Antischiffsflugkörper, Lenkbomben. Zwei 30-mm-Maschinenkanonen für je 1800 Schuss pro Minute sind auch an Bord – für alle Fälle.

    Bis Jahresende erhält die russische Luftwaffe ihre ersten Su-57 zur Erprobung. Nächstes Jahr sollen schon 55 Maschinen im Dienst stehen. Die russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte bleiben auf absehbare Zeit die einzigen Betreiber der Su-57. Aber eine Exportvariante dieser Maschine ist bereits im Gespräch.

    Tu-160

    Eine Klasse für sich: Der schwere strategische Bomber der russischen Luftwaffe erreicht eine für Bombenflugzeuge einmalige Geschwindigkeit von 2200 km/h. Die amerikanische B1-B kann da mit ihren 1450 Stundenkilometern nicht mithalten. Der russische Bomber ist auf Interkontinentaleinsätze ausgelegt. 2008 flog eine Tu-160 erstmals eine transatlantische Strecke: von Murmansk nach Venezuela.

    Stark ist die Tu-160 auch bei der Bewaffnung. Der Bomber kann einen nuklearen Kampfsatz von 200 Kilotonnen Sprengkraft und mit einer Reichweite von 3000 km ins Ziel bringen. Zum Standard zählen Marschflugkörper Ch-55MS.

    Russland ist das einzige Land der Welt, das über diesen Bomber der Superlative verfügt. Weitere 50 Exemplare sollen noch gebaut werden, dann als grundlegend modernisierte Version Tu-160M2. 2023 soll die Fertigung anlaufen – zeitgleich mit der Produktion eines gänzlich anderen Bombers: des PAK DA, ebenfalls aus dem Tupolew-Konzern.

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    Tags:
    B-1B Lancer, F-22, F-35, F-16, F-15, UdSSR, Sowjetunion, Russland, MiG-29, Su-35, Tu-160M2, Tu-160, PAK DA