06:47 29 November 2020
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    Der ehemalige Direktor der israelischen Raketenabwehr-Organisation Uzi Rubin hat gegenüber dem US-Portal Defense News die Panne in Saudi-Arabien kommentiert, als die US-Luftabwehrsysteme Patriot mit der Abwehr von Drohnenngriffen auf Öl-Anlagen scheiterten.

    Eine Schwierigkeit bei der Abwehr von Attacken wie diese vom 14. September stellt laut Rubin nicht der Abschuss sondern das Ausfindigmachen tieffliegender drohender Objekte dar.

    „Wenn es um Raketen geht, zielen die Raketenabwehr-Sensoren über dem Horizont, weil Raketen darüber sind und man kein Durcheinander will. Was dann die Bewachung angeht, ist das Problem, dass Dinge in Bodennähe hereinschleichen können“, zitiert das Portal den Experten.

    Der entscheidende Punkt sei dann die Lücke zu schließen, die es potentiell neben dem Boden gebe. Die Saudis könnten dafür sowohl lokale als auch russische Abwehrsysteme einsetzen, wie etwa das Panzir-S1 mit 30-Millimeter-Kanonen, Raketen und Infrarotrichtungssuchern.

    Eine weitere Herausforderung sei Saudi-Arabiens große Landfläche. Je größer das Territorium des Landes, desto schwerer sei es, die Kontrolle aufrechtzuerhalten, so Rubin.

    Angriff auf saudische Ölanlagen

    Die größten Ölraffinerien des staatlichen Öl- und Gasunternehmens Saudi Aramco – im Bezirk Abqaiq im Osten des Landes und in dem östlich von Riad gelegenen Bezirk Churais – waren am 14. September mit Drohnen angegriffen worden. Jemens Huthi-Rebellen bekannten sich zu den Attacken.

    Trotzdem machten die USA den Iran für den Angriff verantwortlich. Deutschland, Frankreich und Großbritannien schlossen sich später der Einschätzung der USA an. Der US-Präsident, Donald Trump, hatte am 20. September neue Sanktionen gegen den Iran angekündigt. Teheran wies die Anschuldigungen zurück und betonte, der Vorfall sei für die ganze Region nachteilig und nicht im Interesse des Iran.

    mo/ea

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    Tags:
    Patriot, Saudi-Arabien