23:58 23 Januar 2020
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    Der Journalist Caleb Larson nennt in einem Beitrag im US-Fachmagazin „National Interest“ vier russische Bombenflugzeuge, die nach seiner Einschätzung besonders gefährlich sind. Die meisten stammen noch aus dem Kalten Krieg, aber auch eine neue Maschine ist auf der Liste zu finden.

    Der Autor führt in seiner Liste nur Bomber mit interkontinentaler Reichweite an. Alle vier genannten Flugzeuge stammen aus den Hallen des berühmten Herstellers Tupolew.

    Tu-95 „Bär“

    Angeführt wird die Liste von der propellergetriebenen Tu-95, die in der Nato unter dem Codenamen „Bear“ („Bär“) bekannt ist. Die Maschine aus den 50ern habe eine große Nutzlast und einen großen Einsatzradius, während ihre Lebensdauer durch eine Modernisierung wesentlich verlängert worden sei, schreibt der Autor. 

    Tu-22M „Backfire“

    Der viersitzige Überschallbomber Tu-22M (Nato-Code: Backfire) sei eine verbesserte Weiterentwicklung der Tu-22. Die schwenkbaren Flügel sorgten für ein „ausgewogenes Verhältnis“ zwischen Lande- und Startfähigkeiten bei hoher Geschwindigkeit von Mach 1,88 und beachtlicher Bombenlast. Dank der weitergehenden Modernisierung und neuer Bewaffnung habe diese Maschine aus den früheren Siebzigern immer noch nicht an Aktualität verloren.

    Tu-160 „Blackjack“

    Die überschallschnelle Tu-160 alias „Blackjack“ nennt der Autor eine echte „Bestie“ mit mehreren Weltrekorden. „Sie ähnelt optisch dem Tu-22M oder der amerikanischen Rockwell B-1 Lancer und ist der letzte von der Sowjetunion entwickelte strategische Bomber.“ Die mit bis zu Mach 2.05 fliegende Tu-160 sei zugleich der schwerste Bomber, der jemals im Einsatz gewesen sei und der einzige sowjetische Bomber, der ohne Defensivwaffen konstruiert worden sei. Nach der jüngsten Modernisierung werde die Tu-160 wahrscheinlich noch viele Jahre im Dienst bleiben, vermutet der Autor.

    Zukunftsbomber PAK DA

    Der neuste Langstreckenbomber PAK DA sei zwar noch in der Planung, dürfte jedoch nach seiner Fertigstellung wohl der tödlichste russische Bomber sein und schließlich sowohl die Tu-95 als auch die Tu-160 ersetzen. Der Tarnkappenbomber der neusten Generation, der spätestens 2023 zum Jungfernflug abheben solle, sei der erste Bomber, der in Russland ohne Anlehnung an die sowjetischen Vorgänger entwickelt werde.
    leo/ae

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    Tags:
    Tu-22, Tu-95, Tu-160, Bomber, USA, Russland