08:29 13 Dezember 2019
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    Kampfjet Su-57 (Archiv)

    Neuer Kunde für Su-57? Weiteres Land zeigt Interesse am Kampfjet „nächster Generation“

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
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    Ein Land in Asien könnte der erste Exportkunde der Su-57 werden. China und Indien signalisieren Interesse am neusten russischen Kampfjet. Aber Myanmar wird konkreter. Das „Military Watch Magazine“ berichtet.

    Die Su-30 kennen die Luftstreitkräfte von Myanmar bereits. 2018 hat das südostasiatische Land sechs Maschinen des Typs Su-30SM in Russland bestellt. Jetzt zeigt die Militärführung von Myanmar Interesse auch an russischen Kampfflugzeugen der nächsten Generation.

    „Wir würden gern nicht nur die Su-30-Jagdflugzeuge kaufen, sondern auch Flugzeuge der nächsten Generation, vorausgesetzt natürlich, Russland möchte sie verkaufen“, sagte Ko Ko Shein, Botschafter von Myanmar, im Sputnik-Gespräch. Verhandlungen dazu würden fortgeführt, sagte der Diplomat, ohne auf Details einzugehen.

    Myanmar modernisiert derzeit seine Luftwaffe angesichts dessen, dass auch die Nachbarländer ihre Luftstreitkräfte erneuern. Der Fokus liegt dabei auf schweren Hochleistungsjets, schreibt das „Military Watch Magazine“.

    „Dass andere Länder Interesse an russischer Wehrtechnik zeigen, ist konsequent“, sagt der renommierte Militärexperte Alexander Schilin im Sputnik-Interview. „Russlands Flugzeugbau hat seine Wurzeln in der Sowjetzeit, als erstklassige Triebwerke, Tragflächen und Zellen entstanden. Dann hat Russland bei der Avionik aufgeholt und das Ergebnis sind Navigations- und Zielsysteme, die bei vielen Parametern führend sind. Bei der Effektivität und beim Durchhaltevermögen sind russische Kampfjets konkurrenzlos – und erst recht beim Preis im Vergleich etwa zu US-Jets. Sind die Piloten gut vorbereitet, ist das Gesamtsystem ‚Mensch-Maschine‘ einfach unschlagbar.“

    Die Su-57 wird laut „Military Watch Magazine“ vielfach als der weltbeste Kampfjet für den Luftkampf eingeschätzt. Das russische Kampfflugzeug kann aber zusätzliche Fähigkeiten in die Landesverteidigung von Myanmar einbringen: Die Su-57 ist einsetzbar als Waffensystem in Kombination mit der Luft-Luft-Lenkwaffe „Wympel“ (Höchsttempo: Mach 6) und mit der ballistischen Hyperschallrakete „Kinschal“.

    Zählt man die Reichweite der Su-57 und der „Kinschal“-Rakete zusammen, ergibt sich ein Aktionsradius des Waffensystems von insgesamt 4700 Kilometern. Mit der Su-57 könnte die Luftwaffe von Myanmar somit vom Osten des Landes aus Japan und das gesamte Südostasien bis zur Nordwestküste Australiens abdecken.

    Russland hat seine Su-57 unter echten Einsatzbedingungen getestet. Wie der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte, die neuesten Kampfjets seien über Tage unter fachmännischer Beobachtung in Syrien erprobt worden. Dabei habe eine Auswertung aller Parameter des Waffensystems stattgefunden.

    Ob Russland mit der Su-57 auch die „Kinschal“-Rakete exportieren wird, ist derzeit ungewiss. Allerdings gibt es Berichte, wonach Russland letztes Jahr Raketentechnik an China übergeben habe, zur Stärkung der Kampfkraft der Volksbefreiungsarmee. Vor diesem Hintergrund ist der Export der „Kinschal“ in Kombination mit der Su-57 als möglich und real einzuschätzen.

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    Jagdflugzeug Su-57, Interesse, Su-57, Export, Myanmar, Russland