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18:17 12 November 2019
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    Kampfjet F-35 (Archiv)

    F-35 Kampfjets: Neue Probleme gemeldet – und Sorgen wegen russischer S-400

    © Foto: U.S. Air Force/Senior Airman Alexander Cook
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    Der F-35 Kampfjet ist das Vorzeigeprojekt der amerikanischen Rüstungsindustrie und soll durch den Export Milliarden US-Dollar bringen. Allerdings ist die Geschichte rund um den Stealth-Kampfjet regelmäßig von negativen Schlagzeilen überschattet. Nun gibt es erneut schlechte Nachrichten. Offenbar wird auch die volle Serienproduktion verschoben.

    Laut Ellen Lord, US-Unterstaatssekretärin für Akquisition und Nachhaltigkeit (USD), wird sich die Serienproduktion des F-35 um mindestens 13 Monate verzögern. Demnach habe es mit dem Hersteller des Kampfjets, Lockheed Martin, neue Verhandlungen gegeben. Es sei um die Produktion einer neuen F-35-Reihe gegangen, die 478 neue Kampfjets beinhalten sollte, zitiert das Portal Airforce-Technology die US-Beamtin.

    Hierzu habe man zunächst eine „Handshake-Vereinbarung“ getroffen. Konkretere Details würden erst veröffentlicht werden, wenn die Vereinbarung offizielle Züge annimmt.

    Zugleich erklärte Lord gegenüber den anwesenden Journalisten, dass das Ziel, die „volle Serienproduktion“ (full-rate production) für die F-35 zu erreichen, um „bis zu 13 Monate“ verfehlt werde.

    Damit wäre das eine weitere Verzögerung für das teuerste Waffenprogramm der Geschichte und würde bedeuten, dass die tatsächliche Massenproduktion der F-35 erst im Dezember 2020 oder gar 2021 richtig anlaufen wird.

    Lord betonte, dass das US-Verteidigungsministerium trotz der Verzögerung „immer noch Fortschritte“ mache und dass die Verzögerung nichts an den langfristigen Plänen der Serienproduktion ändere.

    Zudem bleibe die F-35 laut Lord das „fortschrittlichste und tödlichste Kampfflugzeug“ der Welt, wovon auch die wachsende internationale Partnerschaft im F-35-Programm zeuge.

    F-35 und S-400 nicht kompatibel

    Lord bot auch ein Update zu der laufenden Beteiligung der Türkei am F-35-Programm an, nachdem Ankara der Kauf der Jets verwehrt worden war – und zwar als Reaktion auf den Erwerb von russischen Raketenabwehrsystemen S-400 seitens der Türkei.

    „Seit Anfang 2017, als die Türkei begann, öffentlich ihr Interesse an dem russischen S-400-System zu zeigen, haben alle Ebenen der US-Regierung einstimmig mitgeteilt, dass F-35 und S-400 nicht kompatibel sind“, so Lord.

    S-400 könne als eine Art „russische Nachrichtensammelplattform“ genutzt werden, daher dürften keine F-35 in der Nähe der S-400 stationiert, hergestellt oder gewartet werden.

    „Die Türkei stellt immer noch 900 Teile für die F-35 her und wird dies auch weiterhin tun, bis die Verantwortung für den türkischen Teil der F-35-Lieferkette Ende März 2020 (einem anderen Land) übertragen wird.“

    Sie fügte hinzu, dass die endgültige Entscheidung, die Türkei aus der Lieferkette zu streichen, letztendlich davon abhängt, dass Lockheed Martin einen neuen Lieferanten für die in dem Land hergestellten Komponenten findet.

    SB/ng

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    Tags:
    Lockheed Martin Corporation, Lockheed Martin, Lockheed, USA, Russland, Türkei, F-35, F-35B, F-35A, Kampfjet F-35, F-35 Joint Strike Fighter (JSF), Kampfflugzeug Lockheed Martin F-35 Lightning II, S-400, Raketenabwehrsystem S-400, Raketensystem S-400 Triumph