20:35 14 November 2019
SNA Radio
    Jagdflugzeug F-22 (Archiv)

    F-22 Kampfjets nach Saudi-Arabien verlegt – mit welchem Ziel? Video

    © Foto: U.S. Air Force/2nd Lt. Sam Eckholm
    Technik
    Zum Kurzlink
    2811222
    Abonnieren

    Schon vor einiger Zeit sind Gerüchte aufgetaucht, dass die US-Luftwaffe modernste Kampfjets vom Typ F-22 Raptor nach Saudi-Arabien verlegt. Nun bestätigte das US-Militär dies mit einem Video. Zu fragen bleibt, wofür die USA die Hi-Tech-Jets über der saudischen Wüste brauchen.

    Auf einem Luftwaffenstützpunkt in Saudi-Arabien ist ein Jagdflugzeug der US-Luftwaffe F-22 Raptor gesichtet worden. Damit verdichten sich die Hinweise darauf, dass die USA die modernen Kampfjets dauerhaft in Saudi-Arabien stationieren wollen. US-Militärpläne für die Entsendung eines F-22-Geschwaders nach Saudi-Arabien wurden erstmalig im Juli gemeldet.

    Ein kurzes Video der US Air Forces Command Central, das am Dienstag veröffentlicht wurde, zeigt eine F-22, die im Tiefflug über die Prince Sultan Air Base (PSAB) in Saudi-Arabien gleitet.

    ​Auch zum Ziel der Kampfjetverlegung gibt das Video Aufschluss.

    „Die Fähigkeit der Kampfflugzeuge, an Orten wie etwa der PSAB zu operieren, demonstriert das Engagement des US Air Forces Central Command und des US Central Command, um eine ernstzunehmende, fähige und dynamische Verteidigung in der Region des Nahen Ostens zu gewährleisten“, so die Beschriftung des Videos.

    Mit anderen Worten soll die US-Luftwaffe in Saudi-Arabien nicht nur ihre militärische Präsenz zeigen, sondern gegebenenfalls Kampfmissionen über der saudischen Wüste oder gar im gesamten Nahen Oste übernehmen.

    „Verteidigt“ werden sollen dabei sicherlich vor allem die amerikanischen und die saudischen Interessen in der Region.

    Dass die USA die Stationierung der F-22 in der Region durchaus ernst nehmen, zeigt auch die hohe Vertretung der US-Regierung vor Ort. Am Dienstag traf sich nämlich kein geringerer als US-Verteidigungsminister Mark Esper mit den Piloten der F-22 in Saudi-Arabien.

    Espers Besuch war dabei Teil einer Nahost-Tour, bei der er unter anderem auch in Afghanistan und eben in Saudi-Arabien war. Vor einigen Wochen gab das Verteidigungsministerium zudem bekannt, dass die US-Armee massives zusätzliches Rüstungsgut nach Saudi-Arabien bringen wolle, darunter zwei zusätzliche Kampfjetstaffeln, zwei Batterien des Luftverteidigungssystems „Patriot“ und ein sogenanntes „Terminal High Altitude Area Defense System“ – ebenfalls ein Raketenabwehrsystem gegen ballistische Raketen.

    Gegen Iran oder Huthis?

    Solch eine Aufrüstung könnte gezielt auf die zunehmenden Spannungen mit dem Iran gerichtet sein oder auch Saudi-Arabien beim Kampf gegen jemenitische Rebellen unterstützen.

    Diesen ist zuvor innerhalb kurzerster Zeit gleich zweimal ein militärischer Erfolg gelungen. Anfang Oktober hatten Einheiten der saudischen Armee sowie der Truppen des jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi eine verheerende Niederlage seitens der Huthi-Rebellen eingesteckt.

    Die Rebellen zerlegten förmlich eine saudische Armeekolonne im Verwaltungsbezirk Najran, der an den Jemen grenzt, vernichteten eine beträchtliche Anzahl an gepanzerten Fahrzeugen und nahmen viele Gefangene. Den militärischen Erfolgsstreich unterlegten sie in sozialen Netzwerken mit Fotos und Videos.

    Nur wenige Wochen davor konnten die Huthi-Rebellen zudem mit Raketen und Drohnen saudische Ölanlagen angreifen und erheblichen Schaden verursacht.

    Amerikanische „Patriot“-Luftabwehrsysteme, die die saudischen Raffinerien eigentlich schützen sollten, konnten diese Angriffe nicht stoppen.

    SB/ng

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Huthi-Rebellen, Huthi, Iran, US-Raketen Patriot, US-Flugabwehrraketen Patriot, Patriot, Saudi-Arabien, USA, F-22, F-22, F-22 Raptor, Jagdflugzeug F-22