03:41 15 November 2019
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    Radaranlage (Symbolbild)

    Russlands neuartige Radare in der Arktis - Keine Chance für Hyperschallziele

    © Sputnik / Sergej Pirogow
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    Russland dichtet seinen Luftraum immer stärker ab. In der Arktis wird bald ein weiteres neuartiges kognitives Radar in Dienst gestellt, das Tarnkappen- und Hyperschallziele orten kann, schreibt die Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta" (Freitag).

    Der Komplex mit der Typenbezeichnung Rezonans-N wurde auf der Doppelinsel Nowaja Semlja stationiert und wird im kommenden November in Dienst gestellt.

    In der Arktis gibt es bereits Radare dieses Typs. Die Anlage ist funktionstüchtig und kann jederzeit eingesetzt werden“, sagte Iwan Nasarenko, Generaldirektor des Forschungszentrums Rezonans. Derzeit sei eine zuständige Kommission vor Ort, die das Radar abnehmen und der Luftabwehr der Nordflotte zuordnen solle.

    ​​Den Angaben zufolge wird in Kürze bereits ein fünftes Rezonans-Radar  fertiggebaut. Alle fünf Anlagen seien für die Kontrolle des Luftraumes über der Arktis bestimmt.

    Hyperschallraketen ohne Chancen

    Dank dem Meterwellenbereich, in dem das Radar funktioniert, können unter Anwendung der Tarnkappentechnologie (Stealth) hergestellte Flugapparate oder Hyperschallraketen, die mit einer 20-fachen Schallgeschwindigkeit fliegen, effektiv geortet werden.

    ​Das Radar erkennt aerodynamische Ziele auf einer Entfernung von bis zu 600 Kilometern und einer Höhe von 100 Kilometern sowie ballistische Ziele auf einer Entfernung von bis zu 1.200 Kilometern.

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    Tags:
    Luftraum, Radar, Archipel Nowaja Semlja, Arktis, Russland