23:06 16 November 2019
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    Die Vorgänger vom künftigen US-Bomber B-21 Raider Nurflüger vom Typ B-2

    Bomber B-21: Mit Kostenexplosion in den Rückstand?

    © Foto: U.S. Air Force/Senior Airman Thomas Barley
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    Das B-21-Programm ist zeitlich zu eng verfasst: An der rechtzeitigen Einführung des amerikanischen Zukunftsbombers ist zu zweifeln. Das sagt ein ranghoher, ehemaliger Pentagon-Mitarbeiter laut dem „Military Watch Magazine“. Fragen gibt es demnach auch wegen geplanter Projektkosten.

    Mindestens 200 Exemplare des Bombers B-21 will die US Air Force beschaffen, bereits ab Mitte der 2020er Jahre. Der Erstflug dieses hochkomplexen Stealth-Flugzeugs ist für 2021 angesetzt. Dass diese Fristen beim derzeitigen Zustand des Programms zu schaffen sind, sei allerdings zu bezweifeln, sagt Frank Kendall, ehemals im Pentagon für die Materialbeschaffung, Technologie und Logistik verantwortlich, laut dem Portal.

    Der B-21 soll die strategischen Bomber B-1B und B-2 komplett ersetzen. Mit der Beschaffung von mind. 200 Exemplaren des künftigen Flugzeugs rüstet die USAF ihre Bomberflotte massiv auf. Die neue Maschine soll den Vorgänger B-2 bei Stealth-Eigenschaften und Durchhaltefähigkeit übertreffen – bei deutlich reduziertem Wartungsaufwand zur Erhöhung der Einsatzrate.

    „Ich werde sehr überrascht sein, sollten sie dieses Ding rechtzeitig und im Kostenrahmen schaffen“, sagte Kendall laut „Military Watch Magazine“. Diese Erklärung kann als Zeichen für Probleme und entsprechende Verzögerungen im B-21-Programm gewertet werden. Die Entwicklung und Produktion eines Stealth-Flugzeugs ist eh ein komplexer Prozess. Dabei sind bereits Schwierigkeiten bei der Entwicklung von Lufteinlässen und Strahldüsen des B-21 gemeldet worden. Davon sprach der US-Abgeordnete Ron Wittman, Mitglied des Militärausschusses im Repräsentantenhaus, letztes Jahr.

    Im Juli 2019 ist berichtet worden, die USA hätten mit der Entwicklung des B-21-Bombers begonnen. Technische Details bleiben weitgehend unbekannt. Nur so viel: Bei der Entwicklung würden die Fähigkeiten der russischen, nordkoreanischen und chinesischen Flugabwehr berücksichtigt. Parallel arbeiten die Rüstungsfirmen in den USA Berichten zufolge an einem Kampfjet der 6. Generation, der unter anderem den Zukunftsbomber bei Einsätzen geleiten soll.

    Bedenkt man die Verspätungen und Kostenexplosionen bei früheren Rüstungsprogrammen der USAF (F-22 oder F-35), gibt es allen Grund zur Annahme, dass es beim B-21-Programm ähnliche Komplikationen geben könnte. Dabei arbeiten gegenwärtig auch Russland und China an Bombenflugzeugen der nächsten Generation. Der chinesische H-20-Bomber soll bereits Anfang der 2020er Jahre dienstreif sein.

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    Tags:
    Probleme, Programm, Entwicklung, B-21 Raider, USA