10:34 11 Juli 2020
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    Das neue „Starliner“-Raumschiff von Boeing ist nicht bereit für bemannte Starts, weil es unsicher für die Crew ist. Dies habe der Fallschirmtest gezeigt, meinte der russische Kosmonaut Pawel Winogradow im Interview mit Sputnik.

    Am 4. November führte die US-amerikanische Firma Boeing einen Test des Notfallrettungssystems des bemannten „Starliner“-Raumschiffes durch. Für den Versuch wurde das Testgelände „White Sands“ im US-Bundesstaat New Mexico ausgewählt. Bei dem Test öffneten sich lediglich zwei der drei Fallschirme. Laut Nasa ist die Situation für die Sicherheit der Crew „akzeptabel“. Dabei habe das Ergebnis des Tests nicht das Datum des ersten Fluges am 17. Dezember beeinträchtigt. Die neuen US-Raumschiffe werden entwickelt, um das Raumfahrttransportsystem „Space Shuttle“ abzulösen.

    „Von Sicherheit kann hier keine Rede sein. So ein Raumschiff kann man unter keinen Umständen mit einer Crew an Bord in Betrieb nehmen“, sagte Winogradow im Interview mit Sputnik.

    Bedarf an einer Nacharbeitung

    Den Worten Winogradows nach zeigte der Test, dass das Fallschirmsystem und das Notfallrettungssystem einer Nacharbeitung bedürfe. Außerdem meinte der Kosmonaut, dass die Mehrkuppel-Fallschirm-Systeme zwar beim Ausfall einer der Kuppeln zugelassen würden, jedoch würde niemand einen echten bemannten Flug absolvieren, solange das Fallschirmsystem nicht zu 100 Prozent einwandfrei funktioniere.

    „Bei einer Landung mit zwei Fallschirmen braucht man über keine Flugzulassung reden“, erwähnte er.

    Die russische Sojus-Kapsel zum Beispiel würde mit Hilfe eines großen Fallschirms auf dem Boden landen, und zur Sicherheit sei immer ein Ersatzfallschirm da. Das drei-Fallschirmsystem soll bei den russischen Raumschiffen der neuen Generation „Orjol“(dt. „Adler“) zum Einsatz kommen.

    dg/ae

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    Kosmonaut, Boeing, NASA, Raumschiff